FDP Kerpen: Vorboten des Einkaufszentrums in Horrem deutlich sichtbar

23. Juni 2008, News

Kerpen. Nach Ansicht von Axel Fell, dem Vorsitzenden des FDP Stadtverbandes Kerpen und stellvertretenden Vorsitzenden der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen, sind die Vorboten des Einkaufszentrums auf Falder/Bürrig gerade in Horrem deutlich sichtbar. “Eine solche Anzahl von Leerständen und vor allem auch solch lange Leerstands-Dauern habe ich in den 15 Jahren, in denen ich jetzt in Horrem wohne, noch nicht gesehen”, so Axel Fell.

“Es kann offenbleiben, inwieweit die Leerstände durch das geplante Einkaufszentrum entstanden sind”, so Fell, “jedenfalls ist ein Wiederbesatz offensichtlich nicht möglich. Dies lässt darauf schließen, dass mögliche Mieter angesichts der unsicheren Situation sehr zurückhaltend sind und sich keine Chancen gegen die Konkurrenz auf der grünen Wiese ausrechnen.” Derzeit sind mindestens fünf zum Teil größere Ladenlokale in Horrems Hauptstraße und Bahnhofstraße nicht belegt. Darunter leidet das Erscheinungsbild der ansonsten beliebten Einkaufsstraßen. Fell kritisiert, dass Entwicklungen wie in Horrem bei den Entscheidungen in der Ratssitzung letzten Dienstag zum Einkaufszentrum Falder/Bürrig nicht berücksichtigt worden sind. “Es bewahrheitet sich hier, dass unsere Warnungen vor einer weiteren Verödung der Ortskerne berechtigt waren”, meint auch Hubert Erkes, der Vorsitzende der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen, der in der Ratssitzung deutlich auch auf die Zustände in Horrem und Sindorf hingewiesen hatte.

Für fatal hält es Erkes auch, dass einige Befürworter des Einkaufszentrums Einzelhändler von in den Ortszentren angesiedelten Geschäften aufzufordern, sich zukünftig mit Ihrem Sortiment im Fachmarktzentrum anzusiedeln, um so einer möglichen Firmenpleite zu entgehen. “Solche Konstellationen deuten sich tatsächlich an”, so Erkes, “was das für die Ortszentren bedeutet, kann sich jeder selber ausrechnen. Auch hier ist klar erkennbar, dass wir mit unseren Befürchtungen leider richtig liegen. Die Bürgermeisterin, die SPD und Teile der CDU nehmen das wissentlich in Kauf.”