FDP unzufrieden mit Planungen am Bahnhof Horrem

09. Dezember 2008, News

Kerpen. Sehr unzufrieden ist die FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen mit den Planungen am Bahnhof Horrem. In einem Schreiben an Bürgermeisterin Sieburg drücken die Kerpener Liberalen ihr “Entsetzen” über weitere Reduzierungen der Nutzungen in dem einzigen neu zu errichtenden Gebäude vor dem Bahnhof aus. “Die Fahrradstation ist okay, aber Fast Food gibt es schon genug in der Bahnhofstraße”, bemängelt Axel Fell, der stellvertretende Vorsitzende der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen.

Auch Hubert Erkes, der Bürgermeisterkandidat der Kerpener Liberalen kritisiert, dass von den ursprünglichen Planungen eines großen Handels- und Dienstleistungszentrums am Horremer Bahnhof nahezu nichts übrig bleibt: “Hier wird den minimalistischen Forderungen eines Investors gefolgt, das ist der Bedeutung des “Bahnhofs des Rhein–Kreises” absolut unangemessen.”

Die FDP Fraktion ist zudem unzufrieden mit der sich noch sehr lückenhaft darstellenden Bebauung im so genannten Gleisdreieck. “Auch hier werden gravierende Planungsmängel offensichtlich”, so Axel Fell.

Die Kerpener Liberalen fordern daher bei der meisten Sieburg auf, auf die Mini-Lösung am Bahnhof lieber zu verzichten und für eine angemessene Bebauung zu sorgen, da die tatsächlichen Möglichkeiten eines so hoch frequentierten Bahnhofes in keiner Weise ausgeschöpft werden.”

Hier das Schreiben der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen an Bürgermeisterin Sieburg:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

mit einem gewissen Entsetzen haben wir in dieser Woche aus der Presse zur Kenntnis genommen, dass die Pläne für den Horremer Bahnhof erneut reduziert wurden. Offensichtlich soll nun in dem einzig zu errichtenden Gebäude lediglich eine Fahrradstation und ein Schnellrestaurant untergebracht werden, möglicherweise noch ein paar Büroräume.

Damit sollen wohl die ursprünglichen Pläne für ein Handels- und Dienstleistungszentrum am Horremer Bahnhof endgültig begraben werden.

Dies ist für uns nicht akzeptabel. Wir halten die jetzt vorgesehenen Planungen der Bedeutung des “Bahnhofs des Rhein-Erft-Kreises” für vollkommen unangemessen. Hier werden die falschen Zeichen gesetzt, weswegen wir Sie dringend bitten, von den derzeit vorgesehenen Bauvorhaben abzusehen und für eine angemessene Bebauung zu sorgen.

Dies gilt auch für die Situation im so genannten Gleisdreieck. Die Aufgabe des ursprünglich geplanten Parkhauses zu Gunsten eines Parkplatzes und die doch sehr bruchstückhaft entstehende Bebauung deuten auch hier auf gravierende Planungsdefizite hin.

Wir bitten Sie hiermit eindringlich, den gesamten Komplex des Bahnhofes noch einmal neu zu planen, da mit der derzeitigen Planung lediglich den minimalistischen Vorstellungen eines Investors gefolgt wird, die tatsächlichen Möglichkeiten eines so hoch frequentierten Bahnhofes aber in keiner Weise ausgeschöpft werden.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Axel Fell
Stv. Vorsitzender FDP Fraktion