FDP Kerpen konkretisiert Vorstellungen zum Bahnhof Horrem

04. Januar 2009, News

Begegnung statt Büroflächen – Jugendcafe unter freier und kommunaler Trägerschaft

Die FDP Kerpen beschäftigt sich weiterhin intensiv mit der Gestaltung des Horremer Bahnhofsumfeldes. Ausgangspunkt der Kritik ist das von einem privaten Investor vorgeschlagene Projekt „Fahrradstation, Schnellrestaurant und Büroflächen”. Die Kerpener Liberalen halten dieses Konzept nicht für wünschenswert und zukunftsfähig.

Sie fordern eine Überarbeitung und Neukonzeption, die insgesamt mehr Möglichkeiten und Potenziale bietet. “Der Bahnhof des Rhein-Erft-Kreises sollte als Ort der Begegnung von Menschen entsprechende Einrichtungen anbieten, nicht Büroflächen”, so Hubert Erkes, Bürgermeisterkandidat der Kerpener Liberalen.

Gerade der Horremer Bahnhof ist ein Ort, der täglich von tausenden Menschen aufgesucht wird. Hierzu gehören vor allem Jugendliche, die zu ihrem Ausbildungsplatz und zur ihrer Schule fahren. Deshalb sollte insbesondere für diese Zielgruppe eine sinnvolle Ergänzung des Projektes erfolgen.
Axel Fell hierzu: „Statt Büroraum sollte versucht werden, hier Raum für Jugendliche zu schaffen, wenn schon ein Schnellrestaurant, das der Investor offensichtlich aus Gründen der Wirtschaftlichkeit braucht, nicht verhindert werden kann. Ein Jugendcafe, das zum Beispiel in freier und kommunaler Trägerschaft betrieben werden könnte, wäre eine sinnvolle Einrichtung. Hierfür sollte man dann auf einen Teil der Büronutzung verzichten. Es muss eine kostengünstige Konzeption gefunden werden. ” Die Liberalen verweisen darauf, dass andere Kommunen mit Jugendcafes gute Erfahrungen gemacht haben.

„Wenn sie intelligent konzipiert sind, stellen sie eine gute Ergänzung zu bestehenden Jugendzentren dar. Die Zentren haben das Problem, dass nur bestimmte kleinere Gruppen von Jugendlichen dort ihre Freizeit verbringen und Betreuung suchen. Ein Jugendcafe im Bahnhofsbereich hätte andere Möglichkeiten, einen wesentlich größeren Kreis anzusprechen. Das Konzept sollte die Schwerpunkte „Freizeit, Beratung und Kultur” beinhalten. Vor allem zur „Kultur” könnten auch eigene Kunst und Angebote der Jugendlichen eingebracht werden.”

Die FDP sieht ein zu lösendes Problem in Trägerschaft, Betrieb und Finanzierung eines Jugendcafes. Deshalb muss versucht werden, den Investor, die freien Träger und zuständige öffentliche Stellen , wie Ministerien und Bundeszentrale für politische Bildung, den Deutschen Bundesjugendring zu einer Zusammenarbeit mit der Stadt zu bewegen. Die Erfahrungen in anderen Kommunen sollten für Kerpen genutzt werden.

Hubert Erkes, FDP-Fraktionsvorsitzender: „Die größte Schwierigkeit ist wie immer die Finanzierung einer solchen Einrichtung, die sich sicher nicht selbst tragen kann. Aber wir dürfen nichts unversucht lassen, für die Jugend unserer Stadt moderne Angebote zu finden, die auch wirklich angenommen werden. Ein Jugendcafe am Horrmer Bahnhof, das die Förderung von Projekten und Vorhaben der jungen Leute einschließt, könnte die Anforderungen erfüllen.”
Ein solches Angebot könnte sinnvoll auch beispielsweise um integrationspolitische Ansätze ergänzt werden. Auch wäre zusätzlich ein Treffpunkt für Senioren denkbar, der etwa vom Kerpener Netzwerk 55 plus unterhalten werden könnte. “Damit würde am Horremer Bahnhof ein Haus der Begegnung entstehen statt eines mehr oder weniger reinen Zweckbaues”, so Hubert Erkes und Axel Fell.

Axel Fell Hubert Erkes

Die Presseberichterstattung dazu:

  1. Stadtanzeiger, 7.1.2009, FDP zu Bahnhof Horrem
  2. Rundschau, 7.1.2009, FDP zu Bahnhof Horrem, Bild
  3. Rundschau, 7.1.2009, FDP zu Bahnhof Horrem, Text
  4. Radio-Erft, 6.1.2009, FDP zu Bahnhof Horrem
  5. Online Zeitung, 22.12.2008, FDP zu Bahnhof Horrem
  6. Stadtanzeiger, 19.12.2008 FDP zu Bahnhof Horrem Kerpen