FDP: Operation an Kopf und Gliedern notwendig

03. März 2009, News

Kerpen. Die FDP Kerpen sieht dringenden Reformbedarf im deutschen Gesundheitssystem und fühlt sich durch das Scheitern des Protests des Kerpener Rats gegen die Unterversorgung mit medizinischen Leistungen in Kerpen bestätigt. Der Rat der Stadt Kerpen hatte Ende 2008 einen Protestbrief an verschiedene Bundespolitiker und bundespolitische Institutionen geschickt und gegen eine Unterversorgung in bestimmten Bereichen der medizinischen Versorgung in der Stadt Kerpen protestiert. “Die Antwortschreiben waren entmutigend und hilflos. Sie zeigen, dass das Gesundheitssystem in Deutschland zunehmend bürokratisch und dirigistisch und jenseits jeglicher politischen Kontrolle gesteuert wird”, so Axel Fell, der Vorsitzende des FDP Stadtverbandes Kerpen.

“Diese Fehlentwicklungen wurden durch die Reform, die zum 1.1.2009 in Kraft getreten ist, mit dem bürokratischen Monster “Gesundheitsfonds”, noch verstärkt. Das deutsche Gesundheitswesen entwickelt sich immer mehr zu einem überregulierten, planwirtschaftlichen System, durch das nur noch ganz wenige Experten durchblicken. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger verstehen das Ganze nicht mehr und fühlen sich entmündigt, drangsaliert und durch die Beitragserhöhung zugunsten des Gesundheitsfonds und Honorarforderungen von Ärzten auch noch abgezockt”, so Fell, “uns erreichen viele Nachrichten von Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Tenor.”

Dagegen hat die FDP Fraktion im Deutschen Bundestag einen Antrag auf ein einfaches, transparentes und leistungsgerechtes Gesundheitswesen gestellt, der auch in Expertenkreisen viel Beachtung gefunden hat, allerdings von den Profiteuren des heutigen Systems natürlich abgelehnt wird. Kernpunkte des Antrages sind eine deutliche Reduzierung des Staatseinflusses, mehr Verständlichkeit und Transparenz für alle Beteiligten, die Stärkung der Patientenautonomie sowie die Stärkung der Freiberuflichkeit. Mittelfristig geht es um die Ablösung der heutigen gesetzlichen Krankenversicherungen durch eine private Pflicht-Krankenversicherung.

“Nur ein solches System hat eine Chance, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit auszuräumen und den Bürgerinnen und Bürgern wieder ein Gefühl des Vertrauens und der Sicherheit in die medizinische Versorgung zu entwickeln”, so Fell. Auf der Homepage der FDP Kerpen (http://www.fdp-kerpen.de) wird die FDP dieses Thema im Frühjahr schwerpunktmäßig aufarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Axel Fell
Vorsitzender
FDP Stadtverband Kerpen