FDP hakt zu Biomethangasanlage nach

28. Mai 2009, News

Die FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen hat in Erfahrung gebracht, dass voraussichtlich ab September dieses Jahres das in der Biomethangasanlage in Sindorf produzierte Gas in das an der Anlage vorbeiführende Gastransportnetz eingespeist wird. Nun stellt die Fraktion Bürgermeisterin Marlies Sieburg Fragen dazu, welche Auswirkungen das auf den Betrieb und die Logistik der Anlage hat.

Axel Fell, der Stellvertretende Vorsitzende der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen, fordert schon seit Jahren die Einspeisung des Gases ins Gastransportnetz. Er merkt an: “Wir sind froh, dass die Anlage jetzt endlich bestimmungsgemäß genutzt und betrieben werden soll. Nun stellen sich aber Fragen, was das hinsichtlich der Beschaffung, Lagerung und des Transports der Maissilage bedeutet.”

Die FDP Fraktion hat diese Fragen in einem Schreiben an Bürgermeisterin Marlies Sieburg formuliert. Dort geht es vor allem darum, ob die Annahmen, die vor Jahren für den Volllastbetrieb der Anlage getroffen worden waren, weiterhin gültig sind. Die Liberalen regen an, diese Fragen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr zu erörtern und dazu auch einen Vertreter des Betreibers der Anlage, der STAWAG, einzuladen.

Hier das erwähnte Schreiben an die Bürgermeisterin:

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

vielen Dank dafür, dass Sie uns das Schreiben der STAWAG vom 04.05.2009 zur Verfügung gestellt haben, in dem diese mitteilt, dass die Einspeisung des produzierten Gases in das Gastransportnetz endlich in diesem Jahr aufgenommen wird. Diese Entwicklung freut uns sehr, insbesondere deswegen, weil wir uns ja, wie Sie wissen, in der Vergangenheit sehr intensiv und durchaus auch kritisch mit der Anlage und deren Betriebsweise auseinandergesetzt haben.

Aus der Einspeisung ergeben sich jedoch noch einige Fragen, die wir gerne in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr am 09.06.209 behandelt sehen möchten. Diese Fragen lauten:

1. Mit welcher Kapazität wird die Anlage derzeit gefahren und wann wird die Anlage wieder unter Volllast fahren?
2. Welche Verträge sind für welche Zeiträume mit den Maisproduzenten geschlossen, wann werden welche Mengen abgenommen?
3. Welche Logistik ist bezüglich des Maises vorgesehen? Gibt es hierbei Abweichungen von den ursprünglichen Plänen?
4. Welche Lager für Mais bzw. Silage sind wo vorgesehen? Gibt es hierbei Abweichungen von den ursprünglichen Plänen?

Wir wären Ihnen sehr verbunden, diese Fragen in der Sitzung des Ausschusses beantwortet zu bekommen. Gegebenenfalls kann ja ein Vertreter der STAWAG in die Sitzung eingeladen werden.

Mit freundlichen Grüßen