Keine Entlastung durch Veränderungsmaßnahmen an L 122

03. August 2009, News

FDP befürchtet Verkehrschaos durch Überlastung

Die Stellungnahme des Landesverkehrsministeriums zum Ausbau der L 122 (Erfttalstraße) gibt keine Hoffnung, dass die Erfttalstraße unter Einschluss des Autobahnkreuzes so ausgebaut wird, dass die notwendige Entlastung eintritt. Es reicht nicht aus, wie es die Bürgermeisterin offensichtlich getan hat, sich auf den Ausbau der Landstraße zu beschränken, sondern die Anschlussstelle bzw. Autobahnausfahrt muss einbezogen werden. Hierzu reicht eine Berücksichtigung von Maßnahmen im Landesstraßenbedarfsplan nicht aus. Es geht vielmehr um Änderungen in der Bundesstraßenbedarfsplanung einschließlich der beiden Autobahnen (A 4 und A 61).
Eine Autobahnausfahrt in den Europarc, wie sie eigentlich wünschenswert und zur Entlastung notwendig ist, bleibt damit reine Illusion.

Im Übrigen hat sich das Landesverkehrsministerium im Hinblick auf den Bautermin bisher gar nicht konkret geäußert bzw. festgelegt. Die Annahme, dass mit einer Verbreiterung der Erfttalstraße bis 2014 begonnen wird, bleibt auch nach der ministeriellen Stellungnahme reines Wunschdenken. Wenn davon die Rede ist, dass zunächst „Baurecht“ geschaffen werden müsse, bedeutet das, dass ein sehr zeitaufwendiges Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden muss. Außerdem müssen daneben die Finanzierung und der notwendige Grunderwerb sichergestellt werden.

Die in den nächsten Jahren sich drastisch steigernde Verkehrsbelastung muss also unter den jetzt gegebenen Ausbaubedingungen verkraftet werden. Allein durch das Einkaufszentrum Falder/Bürrig werden ab dem nächsten Jahr über 10.000 Fahrzeuge täglich erwartet (siehe Verkehrsgutachten hierzu).

Die Autofahrer, die zurzeit von und zum Autobahnkreuz fahren, bekommen im Moment durch die einschränkenden Verkehrslenkungsmaßnahmen wegen der großen Baumaßnahme einen Vorgeschmack, was ab dem nächsten Jahr auf sie zukommt. Daran wird auch ein neuer Kreisel auf der Erfttalstraße nichts Wesentliches ändern.

Deshalb muss die Kerpener Kommunalpolitik alles daran setzen, dass Ausbaumaßnahmen nicht erst in 10 Jahren erfolgen. Auf die Stellungnahme des Ministeriums muss unbedingt erneut mit Nachdruck reagiert werden.

Hubert Erkes
FDP-Fraktionsvorsitzender