Türkische Schulen nicht der richtige Weg

28. März 2010, News

Nicht für den richtigen Weg hält der Stellvertretende Vorsitzende der FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen, Axel Fell, den Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan, in Deutschland türkische Schulen einzuführen. “Schon Erdogans Vergleich mit deutschen Schulen in der Türkei hinkt”, so Fell, der auch Vorsitzender des Integrationsausschusses der Stadt Kerpen ist. Laut Fell wollen und werden die Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland in ihrer Mehrzahl dauerhaft hier leben. Deshalb müssen in Schule und Bildung integrative Ziele wie die Vermittlung der deutschen Sprache und der hier gültigen Werte des Zusammenlebens und der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. “Das geht grundsätzlich nur in unserem Schulsystem”, so Fell, “türkische Schulen halte ich hier für eher gegen diese Zielsetzung gerichtet.”

Dennoch sieht Fell auch die Notwendigkeit, die Chancen, die sich aus dem Migrationshintergrund ergeben, besser zur Geltung zu bringen. “Grundsätzlich bringen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ja an sich Anlagen zur Mehrsprachigkeit mit”, so Fell, “das sollte auch im bestehenden Schulsystem besser genutzt und unterstützt werden, z.B. durch Elemente muttersprachlichen Unterrichts. Hier ist Bewegung auch im heutigen Unterrichtssystem notwendig und sinnvoll, so wie dies in NRW ja bereits seit einiger Zeit modellhaft praktiziert wird.” Fell sieht hier auch Entwicklungsmöglichkeiten für Kerpen.