Stadt Kerpen strebt seit langem nach interkommunaler Zusammenarbeit

20. November 2010, News

Konkrete Vorschläge und Partner sind Voraussetzung

Die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Kommunen wird nicht nur auf Kreisebene diskutiert (siehe heutiger Artikel im KStA: „Zusammenarbeit soll Geld sparen“), sondern auch die kreisangehörigen Kommunen beschäftigen sich nicht zuletzt wegen der prekären Finanzsituation damit.

So ist das Thema interkommunale Zusammenarbeit nicht erst seit diesem Jahr Diskussionspunkt im Kerpener Rathaus. Es wurde auch bereits mehrmals seit Beginn des Jahres auf die Tagesordnung des im Haupt- und Finanzausschuss gebildeten Arbeitskreises Personal, dessen Vorsitzender Hubert Erkes ist, gesetzt und beraten. Grundlage für eine ausführliche Diskussion war ein von der Verwaltung ausgearbeitetes umfangreiches Papier, in dem viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Kreis aber auch mit den anderen Kommunen aufgezeigt und einer ersten Bewertung unterzogen wurden. Die Kerpener Bürgermeisterin hat die Thematik auch in der Bürgermeisterkonferenz angesprochen und das Kerpener Papier weitergeggeben. Bisher sind auf unsere Vorschläge von den möglichen Kooperationspartnern keine Reaktionen erfolgt. Vereinzelt sind auch Initiativen anderer Kommunen bekannt geworden, so zum Beispiel der Vorschlag der Stadt Brühl zur Zusammenarbeit im Archivwesen.

Hubert Erkes: „Kostensparende Zusammenarbeit ist nur dann möglich, wenn man 1. Konkrete umsetzbare Vorschläge hat, 2. Partner findet, 3.bereit ist, eigene Kompetenzen abzugeben und 4. Bürgernähe einzuschränken. Wichtig ist zwar, dass alle bereit sind zu kooperieren, es müssen aber zunächst die allgemeinen Vorstellungen so konkretisiert werden, dass Einzelheiten und Verfahrensabläufe klar sind. Kooperation ist nur möglich, wenn man Partner hat, die bereit sind zu kooperieren!“

Der Kerpener AK Personal hat deshalb vier Arbeitsfelder festgelegt, zu denen die Verwaltung konkrete Vorstellungen ausarbeiten soll. Dies sind:

IT-Sicherheit/IT-Sicherheitsbeauftragung
Gemeinsame Bußgeldstelle
Erledigung von Aufgaben des Straßenverkehrsamtes
und
Gemeinsame Ausschreibung und Vergabe von Energielieferungen und Gebäudeversicherungen.

Die Bürgermeisterin soll dann die Vorschläge in die Bürgermeisterkonferenz und in Gespräche mit dem Kreis einbringen, um eine Verständigung herbeizuführen.