Erbpacht für Tennisvereine

10. Dezember 2010, News

Ein Diskussionsthema ist zurzeit die Anhebung der Erbpacht für Tennisvereine. Angesichts der knappen Haushaltsmittel und der auslaufenden Erbpachtverträge wird erwogen, die Pachtzinsen anzuheben.

Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen Hubert Erkes:
„Das Thema muss durchaus diskutiert werden. Aber bei den Kerpener Tennisclubs sollte man mit der Anhebung der Erbpacht vorsichtig sein. Denn die Vereine haben in den letzten Jahrzehnten zur Aufbereitung der Plätze und zur Instandhaltung der Anlagen Jahr für Jahr aus Vereinsmit-teln sehr viel investiert. Nicht nur Investitionen sondern auch die Pflege und Unterhaltung der Anlagen geht auf Kosten der Vereine.“

Diese Kosten werden sämtlich durch Mitgliedsbeiträge finanziert. Hinzu kommt, dass die Mit-glieder durch Eigeninitiative und selbstfinanzierte Projekte vorzeigbare Sportanlagen geschaf-fen haben. Wenn es den Kommunen gelingt, dieses Konzept flächendeckend umzusetzen, also In-vestitionsaufwendungen und Unterhaltskosten für Sportanlagen komplett auf die Vereine zu übertragen, wäre das eine gute Lösung. Insoweit geben die Tennisvereine ein hervorragendes Beispiel, wie der städtische Haushalt entlastet werden kann.

„Wenn man also Vergleiche vornimmt und eine Anhebung der Pachtzinsen diskutiert“, so Erkes abschließend, „darf man keine Äpfel mit Birnen vergleichen.“