FDP Initiative führt zu mehr Trägervielfalt in Kerpen

18. Mai 2011, News

Die FDP Initiative für mehr Trägervielfalt im Bereich der Kinderbetreuung hat dazu geführt, dass in den letzten zwei Jahren mehrere Kindertagesstätten in freie beziehungsweise private Trägerschaft überführt wurden.

“Schon seit 2008 haben wir dieses Thema besetzt und in mehreren Anträgen mehr Vielfalt im Bereich der Trägerschaft von Kindertagesstätten eingefordert “, so Heinz-Dieter Wildförster, der Sprecher der FDP-Fraktion im Jugendhilfeausschuss.

Zuletzt hatten die Kerpener Liberalen Anfang 2009 gefordert, die neu zu errichtenden Kindertagesstätten in private beziehungsweise freie Trägerschaft zu geben. “Dass diess in den Gremien sogar noch getoppt wurde und auch die Überführung einer bestehenden städtischen Einrichtung in eine andere Trägerschaft beschlossen wurde, hat unsere Position nur bekräftigt”, so Axel Fell, der stellvertretende Vorsitzende FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen , “deswegen stimmen wir natürlich der Überführung der Kindertagesstätte Spatzennest in Horrem in die Trägerschaft der gGmbH Käpt’n Browser im Stadtrat gerne zu.”

Wenig Verständnis bringen Wildförster und Fell für den Antrag der SPD-Fraktion in der Stadtratssitzung am letzten Dienstag auf, keine weitere städtische Einrichtung mehr im private oder freie Trägerschaft zu überführen. “Angesichts der vielen städtischen Erzieherinnen im Publikum war das ein Antrag für die Kulisse, der nicht ernst gemeint gewesen sein kann”, so Wildförster, “dem konnten wir uns natürlich nicht anschließen.” Der Stadtrat folgte dem SPD Antrag so auch mit Mehrheit nicht. “Wir wollen uns die Optionen für weitere Übergaben von städtischen Einrichtungen an private oder freie Träger offen zu halten und zunächst einmal sehen, wie sich die neuen Träger bewähren. Dann sollten wir entscheiden, ob weitere Einrichtungen in freie und private Trägerschaft überführt werden”, so Wildförster, “auf jeden Fall ist für uns das Thema Trägervielfalt in Kerpen noch nicht abgeschlossen.”

In der Stadtratssitzung mahnte Axel Fell jedoch einen besseren Umgang der Verwaltung mit den Eltern von städtischen Einrichtungen an, die in andere Trägerschaften überführt werden sollen. Fell, der in unmittelbarer Nähe zur Kita Spatzennest in Horrem wohnt: “Die Informationspolitik der Stadt im Fall des Spatzennestes war miserabel, es ist richtig Ärger in der Bevölkerung entstanden. Es ist nun einmal etwas anderes, eine bestehende Einrichtung zu überführen, in der sich ja schon viele enge persönliche Bindungen vor allem auch der Kinder an Erzieherinnen und Einrichtung ergeben haben. Zukünftig muss die Stadt dies bei einer Übertragung zwingend berücksichtigen.”