Sanierungsbedarf muss sorgfältig analysiert werden

07. Juli 2011, News

Nach einer erster Einschätzung der Verwaltung beträgt der Sanierungsbedarf für das Gymnasium der Stadt Kerpen bis zu 20 Mio Euro, so der mündliche Vortrag des ersten Beigeordneten Knopp in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstag. Die Zahl schockte alle anwesenden Ausschussmitglieder und führte gleich zu Überlegungen im Hinblick auf die weitere Vorgehensweise. Offensichtlich ist, dass die Dach- und Fassadenkonstruktionen erhebliche Schäden aufweisen, die auch in der Vergangenheit immer wieder zu kostenträchtigen Reparaturarbeiten geführt haben.

Schnellschüsse sind unangebracht

Die FDP Fraktion ist der Meinung, dass das von CDU, FDP und Grünen beantragte Gutachten unbedingt nötig ist, aber eben auch das Ergebnis abgewartet werden muss, bevor vorschnell spekuliert wird.

FDP-Fraktionsvorsitzender Hubert Erkes: „Es wird auf jeden Fall notwendig sein, dass ein Gutachten erstellt wird, an dem Fachleute aller betroffenen Gewerke mitarbeiten. Deshalb sollte die Verwaltung bis zur Ratssitzung hierzu einschließlich der zu erwartenden Gutachterkosten berichten.“

Erst danach kann über die weitere Vorgehensweise und die finanzielle Bereitstellung der benötigten Haushaltsmittel etwas gesagt werden.

Axel Fell, der für die FDP im Planungsausschuss sitzt, „Es geht darum, keine Schnellschüsse abzugeben. Gegebenenfalls muss ein Stufenplan erarbeitet werden, der die Instandsetzungsmaßnahmen nach Dringlichkeit und Finanzierbarkeit ordnet. Vor allem muss sichergestellt werden, dass das Gebäude wegen ständiger Reparaturvorhaben nicht zum Fass ohne Boden wird und zunehmend den Einsatz enormer Haushaltsmittel erfordert. Das verstößt gegen den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit.“