FDP-Fraktion sieht Kosten der KDVZ kritisch

05. August 2011, News

Städtischer Haushalt wird enorm belastet

Im Zuge der Diskussionen um den Ausstieg aus der KDVZ hält die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen eine Überprüfung der Kerpener Situation für zweckmäßig. Jahr für Jahr werden enorme Summen aus dem städtischen Haushalt an die KDVZ überwiesen. Im Haushalt 2011 sind erneut rund 1,1 Mio. € als Kostenbelastung veranschlagt. Das sind 100.000 € mehr als im Vorjahr! In Anbetracht dieser enormen Summe muss hinterfragt und untersucht werden, ob die derzeitige Kerpener Lösung im EDV-Bereich mit der KDVZ unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zukunftsfähig ist. Hierbei sind auch andere Alternativen, die rechtlich seit diesem Jahr erstmals durch das Kündigungsrecht überhaupt denkbar sind, zu prüfen. In Frage kommen dabei grundsätzlich verschiedene Konzeptionen und Konstrukte. Neben einem kompletten Ausstieg sind auch andere Teillösung und eine Umgestaltung der derzeitigen Geschäfts- und Vertragsbeziehung zur KDVZ denkbar. Ziel muss es sein, nach dem ökonomischen Minimalprinzip eine standartgerechte Sicherung des EDV-Bereichs zu gewährleisten.

Der Arbeitskreis EDV soll sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema KDVZ beschäftigen. Die Verwaltung wird gebeten, hierzu eine Übersicht über die Leistungen der KDVZ vorzulegen und andere Möglichkeiten der IT-Aufgabenerledigung durch Dritte darzulegen.

„Andere Kommunen haben bereits den Markt erkundet und alternative Lösungen durch kommunale und private Anbieter gefunden. Ziel muss es sein, bei Sicherung der notwendigen Standards kostengünstigere Lösungen zu finden. Auch eine partielle Aufteilung und Ausgliederung an Stelle einer Komplettlösung muss möglich sein“, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Hubert Erkes.