FDP Kerpen: Vorschlag für eine Fusion von RWE und E.On völlig abwegig

13. Januar 2012, News

Kerpen. Die FDP Kerpen lehnt die kürzlich von EU-Kommissar Oettinger angeregte Fusion der Stromriesen RWE und E.On als völlig konfus und an der Realität vorbei ab. “Quasimonopole im Energiebereich müssen kontrolliert und nicht weiter ausgebaut werden.”, so Christian Pohlmann, Vorsitzender des Stadtverbandes Kerpen.

Oettinger begründet seinen Vorstoss mit der zu geringen Größe der deutschen Stromriesen RWE und E.ON., die im Vergleich zu Konzernen wie Exxon, Chevron oder Gazprom nur eine geringe Rolle am Weltmarkt spielen sollen. “Eine Energieoligarchie wird es mit der FDP nicht geben”, so Pohlmann weiter. “Es ist schon verwunderlich, dass die EU und in Person Oettinger vom Grundsatz eines freien Wettbewerbes am Strommarkt abrückt und Strom und Energie wieder monopolisieren will.”

Tamer Kandemir, Pressesprecher der FDP Kerpen sieht das Argument von EU-Kommissar als Warnung .”Es ist offensichtlich, dass RWE wie auch E.ON durch den vorzeitigen Atomausstieg finanziell überfordert sind und durch eine Fusion die Kosten für die Umstellung auf das Ökostromgeschäft senken wollen “, so Kandemir. “Oettingers Aussage ist aber rechtlich sehr bedenklich. Eine Fusion von zwei derart marktbeherrschenden Unternehmen in Deutschland zu einem schwerer kontrollierbaren Riesen wird die deutsche wie auch europäische Kartellbehörde nicht hinnehmen.” Kandemir sieht den Vorstoss von EU Kommissar Oettinger deshalb als völlig abwegig und am Thema vorbei an. “Strom ist in Deutschland im EU-Vergleich bereits zu hoch. Mit einem neuen Stromriesen werden dann nicht nur Stadtwerke attackiert. Auch die Stromkosten werden nur noch einen Weg kennen: Steil nach oben.”