FDP Kerpen: Einbürgerungen werden unzureichend gewürdigt

16. April 2012, News

Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit von Migrantinnen und Migranten ist eine bewusste Entscheidung für ein Leben in Deutschland mit allen bürgerschaftlichen Rechten und Pflichten. Diesen Schritt angemessen zu würdigen, bedeutet für Tamer Kandemir, Pressesprecher der FDP Kerpen, die Menschen willkommen zu heißen, ihnen eine Perspektive zu bieten und anzuspornen, sich zu integrieren. “Mit dem feierlichen Bekenntnis zur deutschen Verfassung, Übergabe der Einbürgerungsurkunde und einem Handschlag wird das für die betreffenden Personen besondere Erlebnis der Einbürgerung routinemäßig abgespult“, so Kandemir. „eine Willkommenskultur kann ich nicht richtig erkennen und eine angemessene Würdigung sieht mit Sicherheit ganz anders aus.”

Im Rhein-Erft-Kreis wurden im vergangenen Jahr insgesamt 800 Ausländer eingebürgert, in Kerpen wurden 146 Ausländer deutsche Staatsbürger. “Das ist ohne Zweifel eine sehr gute Entwicklung. Es stellt sich aber zwangsläufig die Frage, warum im Rhein-Erft-Kreis und in Kerpen das positive Verhältnis bei den NeubürgerInnen zu ihrer Einbürgerung beispielsweise nicht mit Einbürgerungsfeiern verstärkt wird.” sagt Kandemir. „In anderen Landkreisen und Kommunen sieht man solche Feiern für eingebürgerte MigrantInnen als wichtige Grundlage an, die Bedeutung der Einbürgerung zu unterstreichen und ihr den gebührenden offiziellen Rahmen zu verleihen. Das würde ich gerne auch für Kerpen wünschen.” Kandemir ist der Meinung, dass auch in Zeiten klammer Haushalte die wichtige gesellschaftliche Stellung der Einbürgerung für Kerpen klar erkennbar sein muss. “Jeder neue Staatsbürger ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft, für unser Land und nicht zuletzt für Kerpen“, so Kandemir.