Gabriele Molitor MdB mit Thema Inklusion im Liberalen Salon

08. Mai 2012, News

Molitor: Inklusion bedeutet gleiche Chancen für alle Menschen
Im Rahmen des Liberalen Salons war am Mittwoch Gabriele Molitor, MdB, die behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion und Kommunalpolitikerin aus Erftstadt, als Gast der Einladung von Wolfgang Pfeil, schulpolitischer Sprecher der FDP-Stadtratsfraktion gefolgt, um über das Thema Inklusion zu informieren. Im sehr gut besuchten Liberalen Salon, der im Kerpener Hotel St. Vinzenz stattfand, betonte die FDP-Bundestagsabgeordnete, dass die Umsetzung der Inklusion eine große Herausforderung für die Bildungspolitik der Länder darstellt. Sie informierte über die praktische Umsetzung der Inklusion, der Chance, die für alle Beteiligten daraus erwachsen und über die immensen neuen Herausforderungen, die auf die Schulen zukommen werden. Zur Bewältigung der verantwortungsvollen Aufgabe, Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf in den allgemeinen Schulalltag zu integrieren, bedürfe es der Unterstützung aller am gesellschaftlichen Prozess beteiligter Personen. “Niemand darf hier allein gelassen werden, Ressourcen müssen neu bedacht und gezielt eingebracht werden.” so Molitor.

Im Dezember 2006 wurde von den Vereinten Nationen die sogenannte Behindertenrechtskonvention verabschiedet und ist seit dem 26. März 2009 auch für alle Bundesländer in Deutschland gültig. Das bedeutet beispielsweise, dass Kinder mit und ohne Behinderung künftig verstärkt gemeinsam lernen sollen. Das könne laut Molitor aber nur dann gelingen, wenn genügend Fachpersonal in der Schule vorhanden ist und ausreichendende Raumausstattung für die Umsetzung der Inklusion. “Maßgeblich ist für uns aber das Kindeswohl und die autonome Entscheidung der jeweiligen Familien. Ideologie darf in dieser Diskussion keinen Platz haben” so Molitor. Sie betonte auch, dass sie zuversichtlich sei, dass behinderte und nicht behinderte Kinder sehr viel voneinander lernen können.

Inklusion ist aber nicht nur begrenzt auf die Bildungspolitik, sondern verfolgt zwangsläufig auch das Ziel, die Teilhabe von schwerbehinderten Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verbessern. Inklusionsinitiative umfasst die Schaffung neuer Ausbildungsplätze für schwerbehinderte junge Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, Neueinstellung schwerbehinderter arbeitsuchender Menschen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und Aufbau von Inklusions-Kompetenzen in Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und den Landwirtschaftskammern. “Wir haben eine anspruchsvolle Aufgabe vor uns“, sagte Molitor. “aber wir müssen auch die Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen ernst nehmen und ihnen Raum in unserer Gesellschaft lassen.” Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion vor Ort dankten Frau Molitor für den überaus regen Gedankenaustausch und für Informationen über ein wichtiges Thema.

Im Vorfeld zum Liberalen Salon besuchte Molitor zusammen mit dem FDP-Kandidaten für den NRW-Landtag Jan Schiller und Dagmar Kurm, stellvertretende Vorsitzende des FDP-Stadtverbandes Kerpen den ambulanten Pflegedienst Cura Vita in Kerpen-Brüggen, um sich über Arbeit des Pflegedienstes zu informieren. Im Anschluss stand ein Besuch bei einer zu pflegende Bürgerin in Brüggen vor Ort an, um sich auch ein Bild über die Arbeit der Cura Vita im privaten Umfeld zu machen.