Bewohner selbst müssen Straßennamen akzeptieren

12. Juni 2012, News

„Muttenk“ ist auch in der rheinischen Übersetzung die falsche Schreibweise

Es kann durchaus im Ausnahmefall passend sein, einen Straßennamen im rheinischen Dialekt auszudrücken. Grundsätzlich ist aber die Benennung von Straßen in Mundart ungewöhnlich und selbst in Köln die absolute Ausnahme. So muss man lange suchen, bis man im Kölner Straßenverzeichnis einen „kölschen“ Straßennamen findet. Erstmals wurde im Jahr 2007 in Köln eine solche ungewöhnliche Namensgebung vorgenommen, und ´zwar für ein Wohnquartier in Köln-Nippes wurde die Bezeichnung „Em Parkveedel“ gewählt“. In diesem Falle fand die Namensgebung aber bei den Bewohnern selbst Ursprung und Akzeptanz.

Mit der Straßennamensgebung historischen Bezug und Tradition herzustellen, kann durchaus sinnvoll sein, muss dann aber nicht im Dialekt geschehen. Erst recht nicht, wenn die Bezeichnung von den wenigen Bewohnern der Straße selbst abgelehnt wird. Eine solche Ablehnung ist bei der Bezeichnung „Muttenk“ durchaus verständlich und nachvollziehbar; zumal die Aussprache selbst für Rheinländer schwierig sein dürfte. Phonetisch wird das bei der Schreibweise „Muttenk“ kaum jemand richtig bewältigen. Im Übrigen ist die richtige Übersetzung von Ende im rheinische Dialekt ist nicht „Enk“ sondern „Engk“, was die Sache noch komplizierter macht!

Die FDP Fraktion ist der Auffassung, dass dem Anliegen der künftigen Bewohner des kleinen Quartiers an der Bachstraße durchaus Rechnung getragen und eine andere „Neffelbach bezogene“ Bezeichnung gewählt werden sollte. Die Liberalen werden deshalb im Ausschuss entsprechend votieren. Es ginge für die etwa 10 Anlieger auch „Bachstraße“ mit entsprechenden Hausnummern, die teilweise noch frei sind bzw. die als a, b oder c-Nummern vergeben werden könnten.