FDP-Fraktion Kerpen: Option für weitere private und freie Trägerschaften offen halten

12. Juni 2012, News

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen ist gegen einen Grundsatzbeschluss, der weitere private oder freie Trägerschaften für Kindertagesstätten in Kerpen ausschließt. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD zur Beratung im Jugendhilfeausschuss vorgelegt. “Ein solcher Grundsatzbeschluss nützt niemandem”, so Heinz-Dieter Wildförster, Vertreter der FDP-Fraktion im Jugendhilfeausschuss.

In der Vergangenheit war auf Initiative der FDP der Anteil der privat und frei getragenen Kindertagesstätten in Kerpen an den der städtischen Einrichtungen angeglichen worden. “Gerade in Zeiten einer angespannten Haushaltssituation sollte die Stadt sich alle Möglichkeiten offen halten”, so Axel Fell, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen, “das gilt übrigens auch für eine mögliche Umwandlung städtischer in freie oder private Kitas.”

Die FDP sieht zwar grundsätzlich ihr Ziel erreicht, das sie mit ihrer Initiative im Auge hatte: “Wir haben eine Angleichung der Trägerschaften und damit mehr pädagogische Vielfalt und eine Entlastung des Haushaltes erreicht”, so Wildförster, “die gemachten Erfahrungen sind durchweg gut. Wir wollen diese positive Entwicklung jetzt aber nicht durch einen falschen Verhinderungsbeschluss für die Zukunft ausschließen, sondern der Politik die Möglichkeit lassen, auch weiterhin sowohl Neugründungen von Kitas, wie auch Übertragungen in freie und private Trägerschaften durchzuführen.”