FDP-Fraktion Kerpen: Vorgehensweise der Verwaltung bei Außenanlagen der Kita Wunderkind unerträglich

26. Juni 2012, News

Die FDP Fraktion im Rat der Stadt Kerpen hat beantragt, den Punkt „Außenanlage der Kita Wunderkind“ in Horrem auf die Tagesordnung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 26.06.2012 und des Stadtrates am 03.07.2012 zu setzen. Sie beantragt, zu beschließen, die Beauftragung an die für die Gestaltung der Außenanlagen beauftragten Firmen so anzupassen, dass eine vollständige Fertigstellung der Außenanlagen spätestens Ende Juli sichergestellt ist.
„Es ist eine besondere Dringlichkeit aufgrund der erneut extrem widersprüchlichen Aussagen zur Fertigstellung des Außengeländes und die kommende heiße Jahreszeit gegeben“, so Heinz-Dieter Wildförster, der die Fraktion im Jugendhilfeausschuss vertritt.

Die gegenüber der ursprünglichen Planung stark verzögerte Fertigstellung der Außenanlagen der KITA Wunderkind in Horrem war bereits Gegenstand von Behandlungen in der Sitzung des Rats der Stadt Kerpen am 15.05.2012, sowie der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14.06.2012. Die in der Ratssitzung auf Druck der Eltern der Kinder der Kita und der Politik dargestellte Terminplanung

„Das Fachamt hat die Bauleitung bereits beauftragt, die notwendigen Arbeiten möglichst zügig durchzuführen, damit bis Ende Juni eine voraussichtliche Fertigstellung der Baumaßnahmen deutlich erkennbar sein wird. Die Verwaltung unternimmt alles, um eine rasche Nutzung der Außenanlagen sicherzustellen.“

muss aus heutiger Sicht als reine Schönfärberei und eine Beruhigungspille an die Politik angesehen werden. Denn schon die Vorlage zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 14.06.2012 enthielt eine neue Terminierung:

„3. Neuausschreibung und Bauzeit
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Vorlage wird der Auftrag zur Herstellung der Außenanlage neu vergeben. Die beauftragte Firma beginnt am 04.06.2012 mit der Baustelleneinrichtung und anschließend zügig mit den Herstellungsarbeiten. Der Fertigstellungstermin ist Ende August. Bepflanzungen werden erst in der kommenden Pflanzperiode erfolgen können. Zur Beschleunigung der Bespielbarkeit werden die Rasenflächen mit Fertigrasen hergestellt. Der geplante U 3-Bereich wird so vorgezogen, dass er ca. 6 Wochen nach Baubeginn bespielbar ist. Er kann dann provisorisch abgetrennt und zur Nutzung freigegeben werden.“

Auch diese Terminierung ist reine Makulatur.

Einerseits ist dies schon alleine durch den Baufortschritt und den aktuellen Zustand des Außengeländes erkennbar (siehe anliegende Fotos). Dieser Zustand ist das Ergebnis einer Aufnahme der Bautätigkeit Anfang Juni, die allerdings dann allerdings im Großen und Ganzen im Juni aus welchen Gründen auch immer nicht fortgeführt wurde. Zum anderen wurden die Eltern am 21.06.2012 durch Herrn Knopp in der Kita darüber informiert, dass die Fertigstellung der Außenanlagen erst im Oktober erfolgen wird und dass eine provisorische Fertigstellung des Geländes vor der U3 Betreuung allenfalls im August erfolgen wird, wenn überhaupt.

„Dies ist nicht akzeptabel“, so Axel Fell, der stellvertretende Vorsitzende der FDP Fraktion. Zum einen ist es unmöglich, dass die Kinder der Kita im Sommer nicht draußen spielen können. Zwar wurde ein benachbarter Kinderspielplatz ertüchtigt, jedoch ist dessen Nutzung mit Aufwand verbunden, der weit darüber hinausgeht, die Kinder im Außengelände der eigenen Einrichtung spielen zu lassen. Besonders ins Gewicht fällt auch, dass die Fenster und Türen der Einrichtung nicht geöffnet werden können, da sie alle auf das nicht zu betretende Außengelände hinausführen. Die Fenster sind so niedrig angebracht, dass die Kinder auch durch sie nach außen gelangen könnten. Dadurch erfolgt derzeit die Belüftung ausschließlich über Oberlicht im Dach, was bei zunehmender Hitze ein Problem darstellen wird. Zum anderen ist es unerträglich, dass Gremien der Stadt Kerpen in dieser Angelegenheit fortgesetzt hinters Licht geführt werden. Dies gilt auch für die aus Sicht der Liberalen schlampige Handhabung der Beauftragung der Gestaltung der Außenanlagen. „Hier behalten wir uns vor, den gesamten Ablauf noch einmal daraufhin zu überprüfen, ob sowohl bei der Beauftragung wie auch bei der Information der Gremien Verstöße gegen die Dienstpflichten der Verwaltung erfolgt sind“, so Fell, „wenn man böswillig wäre, könnte man eine zumindest grob fahrlässige Behinderung der Arbeit der privaten Kita durch die Stadtverwaltung vermuten.“