FDP-Fraktion stellt klar: Kerpener Bäder verursachen insgesamt eine jährliche Deckungslücke von rund 1,6 Mio. €

15. März 2013, News

Neben den Ausbaukosten müssen in der Erftlagune alleine jedes Jahr über 1 Mio. € aus Steuermitteln eingesetzt werden

Wenn die SPD den Kritikern des Ausbaus der Erftlagune „Stimmungsmache“ vorwirft, muss Sie endlich die finanzielle Realität zur Kenntnis nehmen. Die Kerpener Bäder verursachen ein jährliches Defizit von rund 1,6 Mio. €, das aus Steuermitteln finanziert werden muss, weil die Eintrittsgelder bei weitem nicht zur Deckung ausreichen. Hierzu gehören keineswegs Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen, die zusätzlich finanziert werden müssen. Die von der Bürgermeisterin im Haushaltsentwurf vorgesehene und von der SPD mitgetragene Steuererhöhung bei der Grundsteuer von 480 auf 500 % und bei der Gewerbesteuer von 480 auf 490 % würden zu Mehreinnahmen von knapp 1 Mio. € führen. Durch diese Summe könnte noch nicht einmal die Deckungslücke der Erftlagune ausgeglichen werden.

Bei einer angenommenen Besucherzahl von 160.000 muss jeder Besuch mit durchschnittlich 6,70 € subventioniert werden. Die zwei Gutachten, auf die sich die SPD in ihrer Argumentation bezieht, enthalten hinsichtlich der der Senkung des Zuschussbedarfs durch Attraktivitätssteigerungen in der Sauna reine Prognosen, die mit erheblichen Unsicherheitsfaktoren behaftet sind. Entwicklungen und Auswirkungen, wie der Neubau eines attraktiven Bades in der Nachbarkommune Bergheim können in solche Rechnungen nicht einbezogen werden. Deshalb ist hier äußerste Vorsicht geboten. Es ist für eine interkommunale Zusammenarbeit kontraproduktiv, wenn schon jetzt einer zukünftigen Bäder-Kooperation mit Bergheim der Stempel des Scheiterns aufgedrückt wird.

„Eine Sauna, die mit einem Millionenbetrag attraktiviert werden soll gehört nicht zur Grundversorgung, die eine Kommune zu gewährleisten hat. Die Stadt Kerpen hat wahrlich andere Sorgen“, erklärt Hubert Erkes abschließend.