FDP Kerpen fordert Maßnahmen gegen leerstehende Ladenlokale

11. April 2013, News

Ideenwettbewerb für eine attraktive Stadtmitte
Der Umbau der Kerpener Hahnenstraße, der im letzten Jahr abgeschlossen werden konnte und von den Kerpener Bürgerinnen und Bürgern sehr positiv aufgenommen wurde, hat die optische Attraktivität der Stadtmitte enorm gesteigert. Insbesondere die fehlenden architektonischen sowie zum Teil gravierenden funktionalen und ästhetischen Mängel wurden maßgeblich beseitigt. Trotz dieser städtebaulichen und funktionalen Stärkung der Hahnenstraße ist es laut Tamer Kandemir, Sprecher der Kerpener FDP, nicht zu übersehen, dass der Bedeutungsverlust der Stadtmitte anhält und sich in immer mehr leerstehenden Ladenlokalen manifestiert.

„Mit der Geschäftsaufgabe von Rey Bürobedarf und der letzten Videothek in Kerpen haben sich im Stadtzentrum weitere strukturelle Leerstände gebildet, die eine beunruhigende Entwicklung aufzeigen, zumal keine neuen Gewerbetreibenden als Nachmieter die Lücke zu schließen vermögen. Die Kerpener Politik kann sich nicht an der Umgestaltung der Hahnenstraße ausruhen. Sie muss ferner einen Leitfaden für die weitere Attraktivitätssteigerung und Zukunftsorientierung der Kerpener Innenstadt erarbeiten und möglichst auch die Stiftsstraße mit einbeziehen.” Kandemir be-klagt, dass mit der Bäckerei Heinemann gegenüber der alten Polizeiwache aktuell ein weiteres Geschäft geschlossen wurde und neben weiteren Leerständen im Besonderen für den ehemaligen Stüssgen bisher keine Lösung gefunden werden konnte. „Die Hahnenstraße selbst war als verbindendes Element zwischen den stetig wach-senden Ortsteilen, als neue Stadtmitte sowie als zentraler Einkaufsstandort geplant. Diese Aufgaben übernimmt im Wesentlichen nun der neue Erft Karee, der von Gewerbetreibenden wirtschaftlich höher bewertet und mittlerweile als Standort bevorzugt wird.“

Die Liberalen sehen den Lösungsansatz bei verstärkter Einbeziehung der Kerpener Bürgerinnen und Bürger beispielweise in Form eines Ideenwett-bewerbes. ,,Damit werden die Bürgerinteressen in den Gesamtprozess im Besonderen mit einbezogen. Aufgabe und Ziel ist, die vielfältigen Ideen und Ergebnisse zusammenzufassen, zu sichten und zu sammeln. Die verschiedenen inhaltlichen Ansätze sollen in einer jeweiligen Arbeitsgruppe hinterfragt, aufbereitet und letztendlich zu einem konsensfähigen Innenstadtenwicklungsleitfaden, bzw. zu einem Maßnahmekatalog zusammengeführt werden. Denkbar ist auch ein Gesamtkonzept für alle Kerpener Stadtteile, wobei aber ortsspezifische Gegebenheiten bei einem Lösungsansatz berücksichtigt werden müssen.” Die Kerpener Stadtmitte selbst verfüge laut Kandemir im Bereich der Gast-ronomie zwar über ein reichhaltiges und vielfältiges Angebot in den Bereichen Bäckerei, Fastfood und Eisdiele, aber es fehle in den angrenzenden Nebenanlagen insbesondere Restaurants oder sogar Cafés. Des Weiteren müssen mehr Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Auch eine Umgestaltung der Stiftsstraße in eine Fußgängerzone solle mittel- und langfristig kein Tabuthema sein. „Ein Branchenmix ist notwendig, damit die Stadtmitte auch nach Ladenschluss attraktiv ist und nicht gähnend leer. Das ist der richtige Ansatz, auf dem wir, auch in Zeiten klammer Haushalte unter Einbeziehung und Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger für eine attraktive und auch wirtschaftlich erfolgreiche Stadtmitte in Kerpen aufbauen können.”