FDP in Kerpen unterstützt Positionspapier des Jugendamtselternbeirates zur therapeutischen Betreuung von behinderten Kindern in Kindertagesstätten

06. Juni 2013, News

Qualität der therapeutischen Betreuung von Kindern mit Behinderungen muss erhalten bleiben

Die Neuausrichtung der Finanzierung der vorschulischen Bildung für Kinder mit Behinderung des Landschaftsverbands Rheinland gibt Anlass zur Diskussion. Im Zentrum der Diskussion stehen neben dem Wegfall der finanziellen Unterstützung betroffener Eltern zu Elternbeiträgen, Mittagessen und Fahrkosten auch die nun umfassende Beteiligung der gesetzlichen Krankenkassen. „Therapie nur auf Rezept lautet der Tenor des Jugendamtselternbeirates“, so Rüdiger Schmidt, stv. Vorsitzender des JAEB Kerpen und Mitglied im FDP-Stadtvorstand.

Die FDP-Kerpen sieht ebenso wie der Jugendamtselternbeirat die Gefahr, dass durch Kürzung von Fördermitteln des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) die therapeutische Betreuung in den integrativen Gruppen der Kitas nicht mehr entsprechend dem bisherigen Standard gewährleistet ist. Die zu dieser Thematik beschlossene Resolution des Rates der Stadt Kerpen hat zwar zu einer entsprechenden Stellungnahme des LVR geführt, die Lösung des Problems wurde allerdings noch nicht deutlich.

Fraktionsvorsitzender Hubert Erkes hierzu: „Der LVR stellt letztlich auf ein neues Konzept ab, das auf der Inklusion aufbaut. Dies gilt auch für die Sicherstellung der Finanzierung. Hiernach soll die therapeutische Betreuung durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Gespräche mit den Betroffenen wecken aber Zweifel an der Umsetzbarkeit der LVR-Vorstellungen. Wir teilen deshalb die im Positionspapier geäußerten Befürchtungen.“

Heinz-Dieter Wildförster, FDP-Vertreter im Jugendhilfeausschuss, bekräftigt: „Die Forderung des Jugendamtselternbeirates zur Erarbeitung eines Konzeptes gemeinsam mit Therapeuten, Erziehern, betroffenen Eltern und den Krankenkassen kann ich nur unterstützen. Wir beabsichtigen, zu dem Thema eine Informations- und Diskussionsveranstaltung durchzuführen, damit alle berechtigten Interessen transparent werden und Berücksichtigung finden.“