Info-Veranstaltung zur Neuausrichtung der therapeutischen Betreuung in Kitas in der Jahnhalle gut besucht

11. Juli 2013, News

Befürchtungen und Sorgen der Betroffenen wurden deutlich

Die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen hatte zu einer Infoveranstaltung in die Jahnhalle eingeladen, die am gestrigen Mittwoch großen Anklang fand. Der erste Beigeordnete der Stadt Kerpen, Dieter Spürck, als zuständiger Fachdezernent und der jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landschaftsverband Rheinland, Sebastian Stachelhaus, standen in der Infoveranstaltung, die vom FDP Fraktionsvorsitzenden im Kerpener Rat Hubert Erkes moderiert wurde, Rede und Antwort.

Besonders unter Beschuss der zahlreich Erschienen geriet Herr Stachelhaus, der die Position des Landschaftsverbandes zur Neugestaltung vertreten musste. Erzieherinnen, Logopädinnen, Motopädinnen, Kindergartenleiterinnen und andere in der Therapie eingesetzten Fachkräfte in den Kindertagesstätten sowie betroffene Eltern unter den rund 70 Anwesenden äußerten ihre Befürchtungen und Sorgen bezüglich der Systemumstellung, die der Landschaftsverband in seinen Gremien einstimmig beschlossen hat. Die Kontinuität und Qualität der bisherigen Arbeit wird als gefährdet angesehen, wenn zukünftig überwiegend Therapie auf Rezept verordnet wird. Die Umstellung könne auch nicht mit der notwendigen Einführung der Inklusion begründet werden. Es wurde auch deutlich, dass eine Verlagerung der Therapie in die Praxen und damit eine Gefährdung der Arbeitsplätze für Therapeuten befürchtet wird. Nahezu alle Kritiker, die zu Wort kamen, sehen auch die bisher geleistete Arbeit in Frage gestellt.

Der Vertreter des Landschaftsverbandes und auch der Erste Beigeordnete der Stadt sagten zu, die Sorgen und Nöte in die für die Umstellung zuständigen Arbeitsgruppen einzubringen. Es wurde deutlich, dass unbedingt nach praktikablen Lösungen gesucht werden muss, um Probleme bei der bis 2015 beabsichtigten Umstellung zu vermeiden.