Antrag der FDP Kerpen wurde als Leitantrag “Inklusion vor Ort realisieren” mit großer Mehrheit angenommen

25. Oktober 2013, News

Im Rahmen der Tagung der Bundesvereinigung liberaler Kommunalpolitiker wurde das Thema Inklusion diskutiert. Hierzu hatte Gabriele Molitor, FDP-Expertin für Behindertenpolitik, den Antrag der FDP Kerpen „Inklusion vor Ort realisieren“ eingebracht, in dem Strategien erörtert wurden, um die 2009 von Deutschland ratifizierte EU-Behindertenrechtskonvention auf kommunaler Ebene durchzusetzen.

Die Initiative für diesen Antrag entstand in Kerpen. Wolfgang Pfeil Kerpener Schulpolitiker und Mitglied des Kerpener Stadtrates brachte den Grundantrag damals im Rahmen einer Mitgliederversammlung der FDP Kerpen ein. Auf Kreisebene wurde dieser Antrag dann von Gabriele Molitor unterstützt und nach Genehmigung durch die Wahlberechtigten auf nächster Ebene ergänzt und fortgeführt. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Kerpener Stadtrat Wolfgang Pfeil warnt davor, an die Umsetzung von Inklusion allzu ideologisch heranzugehen. Inklusion sei ein hoch emotionales Thema, welches sachliches und pragmatisches Herangehen erfordere. Statt jede Schule sofort auszustatten, sei es beispielsweise besser, sukzessiv vorzugehen. Deshalb sollten auch nicht gleich die Förderschulen geschlossen werden, sondern diese als weitere Säule beibehalten werden.

Walter Hirche, FDP-Politiker und Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, kritisierte in seinem Vortrag, dass Deutschland als Ganzes beim Thema “Inklusion” leider europäisches Schlusslicht sei. Deshalb seien jetzt alle relevanten kommunalen Akteure beim Aufbau eines Inklusionsnetzes gefordert. Denn Inklusion beschränke sich nicht nur auf gemeinsames Lernen in den Schulen.

Wolfgang Pfeil ergänzt: “Die Kerpener Bürgerinnen und Bürger können sicher sein, dass wir hier mit aller Sachlichkeit und Pragmatismus an dieses emotionale Thema herangehen, schließlich betrifft es uns alle in allen Lebenslagen.”