FDP Kerpen sieht im Bereich der therapeutischen Betreuung Verbesserung gegenüber der ursprünglich beschlossenen Systemumstellung

20. November 2013, News

Landschaftsverband Rheinland (LVR) bessert durch Kindpauschale nach

Im Sommer hatte die FDP Kerpen zu einer Infoveranstaltung in die Jahnhalle eingeladen. Insgesamt 70 betroffene Eltern und Therapeuten diskutierten mit dem jugendpolitischen Sprecher der FDP Fraktion in der Landschaftsversammlung, Sebastian Stachelhaus, dem zuständigen Dezernenten der Stadt Kerpen, Dieter Spürck und einer Vertreterin einer Einrichtung über die vom LVR beschlossene Umgestaltung der therapeutischen Versorgung von Kindern mit Behinderung in den Kitas. Die Anwesenden äußerten insbesondere ihre Befürchtungen und Sorgen bezüglich der Systemumstellung. Die Qualität und Kontinuität der bisherigen Arbeit wurde in Frage gestellt, weil nach der Umstellung künftig überwiegend „Therapie auf Rezept“ befürchtet wurde.

Der Vertreter des LVR und der städtische Dezernent sagten seinerzeit zu, die Sorgen und Nöte der Betroffenen in die Arbeitskreise und Gremien einzubringen, um Verbesserungen zu erreichen. Die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen gab das Stimmungsbild in Kerpen mit konkreten Hinweisen an den LVR weiter. Inzwischen haben sehr intensive Beratungen in den Fachausschüssen des LVR und den Arbeitskreisen des Landesjugendhilfeausschusses stattgefunden. Zurzeit wird für den Landschaftsausschuss eine Verwaltungsvorlage vorbereitet, in der eine Kindpauschale vorgesehen ist. Aus der könnten dann auch solche Therapiemaßnahmen ermöglicht werden, die von den allein zuständigen Kostenträgern (insbesondere Krankenkassen) nicht für erforderlich gehalten und somit nicht bezahlt würden. Das ist ein Fortschritt gegenüber der bisherigen Beschlusslage. Da sich der Aufwand des LVR für die Zuschüsse an die Einrichtungen nicht verringert, würde neben den Leistungen der originären Kostenträger der verfügbare Finanzrahmen in den Kitas auf jeden Fall deutlich ausgeweitet. Durch die Kindpauschale würde also eine Finanzierungsverbesserung eintreten. Voraussetzung ist allerdings die Überführung der Therapie auf die Krankenkassen.