FDP-Fraktion fragt nach Gesamtkonzept für das Einkaufszentrum Neue Mitte Sindorf

22. Januar 2014, News

Die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen sieht mehr Informationsbedarf für das Einkaufszentrum am Sindorfer S-Bahnhof, das in einer Zwangsversteigerung durch eine Projektentwicklungsgesellschaft aus Köln erworben wurde. Ahmet Ilhan, stellvertretender Vorsitzender der Kerpener Liberalen, wird konfrontiert mit Fragen von Mietern des Objektes, die über die Zukunft des Einkaufszentrums informiert werden möchten. Für die Liberalen in Kerpen ist das Sindorfer Einkaufszentrum in der Mitte der Stadt eine wichtige Stärkung des vorhandenen Einzelhandels und der Einkaufsstadt Sindorf. Konkrete Maßnahmen für eine Attraktivitätssteigerung und die Folgen für das Gesamtobjekt wurden laut Ilhan aber bisher nicht konkret kommuniziert.

„Bisher ist nur bekannt, dass ein Rewe-Markt einziehen wird. Laut den neuen Besitzern sollte das Einkaufszentrum mit neuen Mietern belebt werden und es sollte geprüft werden, ob das Objekt mit Büros, Praxen oder Wohnungen aufgestockt werden soll. Seitdem sind knapp vier Monate vergangen und es gibt bisher kein Gesamtkonzept für eine zukunftsfähige Umsetzung von Maßnahmen, die eine Auslastung der insgesamt noch zu vielen ungenutzten und unvermieteten Flächen bewirken können.”, so Ilhan.

Ilhan ist der Meinung, dass offene Fragen mit den bisherigen Mietern besser kommuniziert werden müssen. „Es stellt sich beispielsweise die Frage, ob in das Objekt überhaupt noch weiter investiert wird. Das bedeutet zwangsläufig neben einer gesteigerten Attraktivität des Einkaufszentrums für Kunden eventuell auch auf Grund weiterer Investitionsmaßnahmen eine höhere Mietbelastung für die bisherigen Mieter. Auch eine intensivere Zusammenarbeit mit der Stadt Kerpen und dem neuen Eigentümer, um das Einkaufszentrum nachhaltig und zukunftssicher zu gestalten, ist bisher unzureichend erfolgt.”

Ilhan fügt hinzu, dass ein Einkaufszentrum mit direkter S-Bahn-Anbindung normalerweise insgesamt ein attraktiver Standortvorteil sei, was aber nicht für Sindorf gelten würde. Die Entwicklung hätte sich in den letzten Jahren nach Meinung des Kerpener Politikers zum Nachteil entwickelt, was sich optisch und persönlich, auch für die bisherigen Mieter bemerkbar machen würde. „Es muss ein attraktives Gesamtkonzept geben. Das kann nur funktionieren, wenn sich Vertreter der Stadt Kerpen, der Wirtschaftsförderung, zusammen mit dem Eigentümer, unter Einbeziehung der Mieter zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten, damit die Neue Mitte Sindorf auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Gewerbetreibende und für die Bürgerinnen und Bürger bleibt.” so Ilhan abschließend.