FDP Kerpen fordert Aufkauf und Abriss der Hochhäuser in der Maastrichter Straße – Geisterhäuser sind Gefahr für Spaziergänger und Anwohner

01. Juni 2014, News

Tamer Kandemir

Die FDP Kerpen sieht nach dem erneuten Brand im leerstehenden Hochhaus an der Kerpener Maastrichter Straße dringenden Handlungsbedarf. Der stellvertretenden Vorsitzende der Kerpener Liberalen und Mitglied im künftigen Integrationsrat, Tamer Kandemir, fordert, dass die genaue Brandursache restlos geklärt werden muss. Für Anwohner und Spaziergänger seien die  leerstehenden Geisterhäuser ein Schandfleck und ein Sicherheitsrisiko zugleich. Unbefugte könnten sich relativ problemlos Zugang zu den maroden Gebäuden verschaffen. Des weiteren machen Müll, zerbrochene Fenster und Türen, herabfallende Fassadenteile, mittlerweile zugewucherte Zugänge und von den Decken tropfendes Wasser nach Ansicht der Kerpener Politikers das marode Gebäude zu einer potentiellen Gefahr für die Sicherheit der Anwohner des mehrheitlich von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund bewohnten Stadtteils.

Ziel der FDP Kerpen ist der Abriss der beiden Hochhäuser, die mittlerweile seit über zehn Jahren das Stadtbild verschandeln. Kandemir sieht in dem Vorstoß der SPD, sich erneut für Fördergelder im Rahmen des Landesprogramms ,,Soziale Stadt NRW“ zu bewerben,  ein Unterfangen, das nach Ansicht des liberalen Politikers zu kurz greift und verweist auf das damalige Gutachten der Verwaltung, das eine Bewerbung der Stadt Kerpen am Förderprogramm ,,Soziale Stadt NRW” als aussichtslos einstufte, weil der Kerpener Stadtteil die Bedingungen für eine Bewerbung nicht erfüllen würde. Auch die Tatsache, dass das Land die Fördergelder von 40 auf 150 Mio. €erhöht hat, bedeute nicht, dass die Stadt Kerpen automatisch eine Förderung zugesprochen bekommt. ,,Sinnvoller ist, dass Stadt die Schrottimmobilien aufkauft, um sie aus Gründen der Stadtentwicklung abzureißen. Dass diese Vorgehensweise möglich ist und erfolgreich sein kann, haben Städte wie beispielsweise Bergheim oder Hamm bewiesen,“ so Kandemir. ,,Auch in Zeiten klammer Haushalte hat die Stadt Kerpen fast 2 Mio. € für die Erftlagune freigegeben. Im Anbetracht der mittlerweile nicht zu übersehenden Sicherheitsgefahren für die Anwohner muss die Stadt nun endlich auch bei den Hochhäusern reagieren. Sie hat bereits zu viel Zeit vergeudet.“

Kandemir sieht das Geld für die den Ankauf der Hochhäuser an der Maastrichter Straße gut angelegt. Einen Teil bekomme man nach seiner Meinung durch die Vermarktung des großen Grundstücks wieder in die Kassen. Zudem soll es nach Vorschlag des liberalen Politikers einen Investorenwettbewerb geben. Das Grundstück liege auf Grund der Nähe auch zum Erft-Karee zentral und eigne sich daher ideal für neue moderne Hochhäuser, Einfamilienhäuser oder sogar barrierefreie Seniorenwohnungen, die interessant sind für Investoren, insbesondere auf Grund steigender Nachfrage durch ältere und pflegebedürftige Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. ,,Es müssen endlich fundierte Pläne, Zahlen, Daten und Fakten für die weitere Vorgehensweise in der Maastrichter Straße vorgelegt werden.” so Kandemir.