FDP KERPEN nicht überrascht über Austritt aus der SPD

11. Dezember 2014, News
Christian-Pohlmann

Christian Pohlmann

Die Kerpener Liberalen reagieren mit wenig Überraschung auf den Austritt eines türkischstämmigen Ratsmitgliedes aus der SPD. Dr. Askim Müller-Bozkurt, die nach Medienberichten voraussichtlich als fraktionslose Stadtverordnete im Rat ihre politische Arbeit fortführen will, begründete ihren Schritt mit fehlendem Rückhalt aus ihrer ehemaligen Partei. Insbesondere in ihren Bemühungen in der Integrationsarbeit stießen nach ihrer Meinung auf wenig Interesse bei den Sozialdemokraten. Für Christian Pohlmann, Vorsitzender des Kerpener FDP-Stadtverbands, wird mit dem Austritt eines der wenigen Kerpener Ratsmitglieder mit Migrationshintergrund eindrucksvoll bewiesen, dass die Kerpener SPD mit dem Thema Integration völlig überfordert ist, was durch die Aussage des ehemaligen Parteimitgliedes bestätigt werden würde. Müller-Bozkurt hätte frustriert festgestellt, dass die SPD mit dem Thema Integration nichts am Hut hätte.

„Die Integrationsarbeit der FDP Kerpen verfolgt dagegen das Ziel, das Zusammenleben von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und der Mehrheitsbevölkerung auf der sozialen, wirtschaftlichen, arbeitsweltbezogenen, kulturellen und politischen Ebene positiv zu beeinflussen. Für uns bedeutet das, Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Lebenssituation, mit ihren eigenen Voraussetzungen und ihren individuellen Fähigkeiten wichtig und ernst zu nehmen. Das schafft man aber nicht, in dem man nach dem Prinzip,, vor der Wahl ist nach der Wahl“ handelt und Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund im Stich lässt. Integrationsarbeit muss ernst genommen werden, damit die Bemühungen auch Früchte tragen. Wir stehen für seriöse Integrationsarbeit.“so Pohlmann.

Hubert Erkes

Hubert Erkes

Hubert Erkes, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Stadt Kerpen, würdigt die Bemühungen der Kerpener FDP für eine gelungene Integration und ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen in Kerpen und in allen Stadtteilen. „In Kerpen sind auf Initiative der FDP nun auch Bestattungen nach muslimischer Art möglich. Wir haben ermöglich, dass den Muslimen die Bestattung nach ihrer religiösen Überzeugung erlaubt wird. Das ist ein wichtiger Schritt für mehr Integration in Kerpen.“ Erkes verweist weiterhin auf die Initiative der FDP, nachdem es nun auch in Kerpen in Zukunft Einbürgerungsfeiern geben wird. ,, Die entsprechende Anfrage der Kerpener Liberalen dazu wurde in der letzten Integrationssitzung von allen Fraktionen und Mitgliedern positiv angenommen. Auch tragen wir mit unserer Politik am geplanten Abriss des Geisterhauses an der Maastrichter Straße und an der Lösungsfindung in der Horremer Buchenhöhe einen wesentlichen Anteil.“ so Erkes weiter. „Wir zeigen mit unserer Arbeit, dass Integration keine Last ist, die eine Gesellschaft zu tragen hat. Wir zeigen, dass Integration eine Chance ist. Kerpen wird nur dann lebendig bleiben, wenn es uns gelingt, das Neue und Fremde, das jeder mitbringt, der aus einem anderen Land zu uns kommt, zu integrieren. Wer es mit der Integrationsarbeit wirklich ernst meint, ist daher bei der FDP herzlich willkommen. Wir laden Frau Dr. Müller-Bozkurt ein, bei uns mitzumachen!“