FDP freut sich über Einlenken der CDU zum Thema Sportstättenzielplanung

24. April 2015, News
Hubert Erkes

Hubert Erkes

Die CDU besinnt sich im Sport- und Kulturausschuss nun doch auf ein gemeinsames Vorgehen in der Sportstättenzielplanung. Sie zog ihren Antrag zur Erstellung eines Kunstrasenplatzes in Horrem zurück. Zunächst hatte es so ausgesehen, dass die Initiative der Horremer CDU zur Erstellung eines Kunstrasenplatzes in Horrem, den drei Horremer Vereinen in einem gemeinsamen Schreiben an die Bürgermeisterin gefordert hatten, zu einem entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion in der Fachausschusssitzung kommen würde. Nach lebhafter Diskussion zog die CDU-Fraktion aber den Antrag zurück. Es sollten nach Darstellung der Horremer Ortsvorsteherin CDU und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden im Haushalt 2015 bereits 50.000 € als Planungskosten veranschlagt werden.

Die Bürgermeisterin verlas in der Sitzung ein Schreiben des Vorsitzenden von Blau-Weiß-Kerpen, der sich bereits in einem Beschwerdeschreiben über den möglichen „Alleingang“ zu Gunsten der Horremer Vereine mokiert hatte. Das zeigte offensichtlich insbesondere bei der CDU Wirkung.

Hubert Erkes, FDP-Fraktionsvorsitzender, kritisierte die CDU-Fraktion und erklärte in der Ausschusssitzung, dass es angesichts der derzeitigen Haushaltslage unverantwortlich sei, derartige Anträge zu stellen. Die Kerpener Liberalen hätten sich zwar bereits im letzten Jahr für Kunstrasenplätze ausgesprochen, diese müssten aber nicht nur zur einer Qualitätsverbesserung für die Vereine, sondern auch für mehr Wirtschaftlichkeit führen. Erkes zum aktuellen Streit wörtlich: „Der Vorsitzende von Blau Weiß Kerpen, Herr Grzeschik,  hat in seinem Schreiben an die Bürgermeisterin die richtigen Argumente vorgetragen. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Es kann nur ein einheitliches und abgestimmtes Verfahren geben, das alle Vereine in die Lage versetzt ihre Vorstellungen und Argumente zu Sportstättenzielplanung einzubringen. Die Fehler, die in der Vergangenheit bei solchen Thema gelegentlich passiert sind, sollten wir hier vermeiden.“

Auch SPD und Grüne schlugen in die gleiche Kerbe. Das hatte offensichtlich Wirkung bei der CDU, die dann den Antrag zurückzog. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass über die Sportstättenzielplanung interfraktionell aber vor allem mit den Vereinen im Sinne einer vernünftigen Bürgerbeteiligung gesprochen wird.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende hierzu: „Das Thema enthält wegen der angestrebten Reduzierung der Sportplätze genug Brisanz und muss nicht jetzt schon durch Anträge dieser Art verschärft werden.“