Freie Demokraten sondieren Bürgermeisterwahl

24. April 2015, News
Hubert Erkes

Hubert Erkes

Die Kerpener Freidemokraten wollen in den kommenden Wochen ihre Position zur Bürgermeisterwahl festlegen. Sowohl eine eigene Kandidatur, als auch die Unterstützung der bisher bekannten KandidatInnen von CDU und SPD ist für die FDP möglich. Die Liberalen hatten bis dato mit weiteren politischen Kräften in Kerpen die Lage für eine parteipolitisch unabhängige Kandidatin bzw. einen Kandidaten sondiert; Interessierte konnten nicht gefunden werden.

Vorsitzender Christian Pohlmann betont, dass für die Freien Demokraten beide Lösungen denkbar sind: „Ich kann derzeit noch nicht sagen, ob wir Mitte September einen eigenen Kandidaten den Kerpener BürgerInnen anbieten oder Frau Heinisch (SPD) bzw. Herrn Spürck (CDU) unterstützen werden. Wir wollen eine führungsstarke, fachlich ohne Zweifel kompetente und sozial zugängliche Person im Bürgermeisteramt sehen. Das könnten wir mit einem eigenen Kandidaten erfüllen, schließen aber auch nicht aus, dass die CDU oder SPD uns mit ihrem Angebot überzeugen könnte. In letzterem Fall müssten aber auch die inhaltlichen Ziele von Frau Heinisch oder Herrn Spürck mit unseren Vorstellungen übereinander passen.“

Den Kriterienkatalog ergänzt FDP-Fraktionsvorsitzender Hubert Erkes: „Die Mehrheitsverhältnisse im Kerpener Rat sind in der grundsätzlichen Tendenz eher unübersichtlich und stark abhängig von Sachthemen. Bei sechs Fraktionen und zwei fraktionslosen Stadtverordneten treten in der Mehrheitsfindung nicht selten Probleme auf. Aus der Sicht einer demokratischen Kommunalpolitik und für die kommunalpolitische Arbeit muss das kein Nachteil sein. Dieser Umstand macht aber umso mehr eine Führung in der Stadtspitze notwendig, die abwägend, ausgleichend, durchsetzungsfähig und auch hinsichtlich der Fraktionen kooperativ ist.“

 Die Freidemokraten sagen jedenfalls den beiden großen Parteien ein faires Verfahren zu: „Wir werden ein Verfahren wählen, dass objektiv gestaltet ist und uns nicht vorab festlegen. Es geht darum, für Kerpen, die Beste oder den Besten zu finden.“, so Erkes und Pohlmann.