Kerpener FDP setzt sich für einen offenen Bücherschrank in Manheim-Neu ein

07. Juli 2015, News
Rüdiger Schmidt

Rüdiger Schmidt

Die Eröffnung des 100. Offenen Bücherschrank am 27. Juni in Schwalmtal am Niederrhein nimmt Rüdiger Schmidt, Vorstandsmitglied der FDP Kerpen zum Anlass auf dieses einzigartige von RWE Deutschland geförderte Projekt aufmerksam zu machen.  

*Mitmenschen im Vorbeigehen zum Lesen anregen. Das ist die Idee, die hinter der Errichtung von öffentlichen Bücherschränken steckt. Das Prinzip ist einfach: In die Regalfächer können Bücher abgestellt werden, die nicht mehr benötigt werden, aber anderen Menschen kostenlos zur Verfügung stehen sollen. Das mit Literatur gefüllte Stadtmöbel ermöglicht es Interessenten, rund um die Uhr und ohne Formalitäten an neuen Lesestoff zu kommen. Und wer ein Buch abgeben möchte, kann es einfach hineinlegen. Damit in den einzelnen Regalen Ordnung herrscht und zum Beispiel Kinderbücher auch an dem vorgesehenen Platz stehen, kümmern sich ehrenamtliche Paten um den Bücherfundus. Diese Aufpasser setzen sich aus den unterschiedlichen Bücherfans zusammen, darunter sind beispielsweise Vertreter gemeinnütziger Verein, Privatpersonen und auch öffentliche Bibliotheken.

In Großstädten sind offene Bücherschränke schon häufig zu sehen. Dank der Initiative von RWE Deutschland halten sie inzwischen auch in kleineren Kommunen Einzug. „Gerade jetzt, im Zuge der Umsiedlung Manheims, werden beim Umzug ins neue Heim, in Kellern und Dachböden so viele wunderbare Bücher aufgefunden, die kaum ein zweites Mal gelesen werden, und so nicht selten in den Containern der Umsiedler entsorgt werden. Hier bietet sich dieses Kultur –  und Lesefördernde Projekt geradezu an Literatur für jedermann kostenlos und zur jeder Zeit zur Verfügung zu stellen“, so Rüdiger Schmidt, selbst von der Umsiedlung betroffener Manheimer und Mitglied des Schulausschuss der Stadt Kerpen.

 „Schon 2014 wurde eine solche offene Bibliothek in Sindorf realisiert und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch in Manheim-Neu die Bürgerinnen  und Bürger dieses Angebot annehmen werden und so auch die umliegenden Dörfer vom Book Crossing, also Bücheraustauch partizipieren. Einer der vielen Nachbarschaftsplätze oder der Marktplatz könnten als Aufstellungsort in Betracht gezogen werden und so ein neues Kleinod der Literatur und der Kommunikationsförderung werden. Natürlich muss die Aufstellung sorgfältig geprüft werden und die Manheimer Bevölkerung mit einbezogen werden“ so Schmidt weiter.

Das Design des RWE-Bücherschranks stammt vom Kölner Architekten Hans Jürgen Greve. Auf einer Grundfläche von 60 mal 60 cm und mit einer Höhe von 200 cm fasst er rund 250 Bücher. Weder Hunde noch Sprayer können auf der Spezialoberfläche Spuren hinterlassen.