Antrag: Offene Bücherschränke in Manheim-Neu und weiteren Kerpener Stadtteilen

15. Juli 2015, Anträge / Anfragen

antragSehr geehrte Frau Bürgermeisterin,

die Verwaltung wird beauftragt, das Projekt offene Bücherschränke, welche bereits in vielen Städten, wie auch bereits in Kerpen-Sindorf erfolgreich umgesetzt worden ist, auch in anderen Kerpener Stadtteilen, vorrangig Manheim-Neu einzuführen.

 Es handelt sich dabei um ein Projekt der offenen Bücherschränke, die von allen Bürgerinnen und Bürger eines Stadtteils gemeinsam genutzt werden können. Gespendete Bücher können von allen Interessierten kostenfrei ausgeliehen oder auch gegen andere Bücher ausgetauscht werden. Das Prinzip ist einfach: In die Regalfächer können Bücher abgestellt werden, die nicht mehr benötigt werden, aber anderen Menschen kostenlos zur Verfügung stehen sollen. Das mit Literatur gefüllte Stadtmöbel ermöglicht es Interessenten, rund um die Uhr und ohne Formalitäten an neuen Lesestoff zu kommen. Und wer ein Buch abgeben möchte, kann es einfach hineinlegen. Damit in den einzelnen Regalen Ordnung herrscht und zum Beispiel Kinderbücher auch an dem vorgesehenen Platz stehen, kümmern sich ehrenamtliche Paten um den Bücherfundus. Diese Aufpasser setzen sich aus den unterschiedlichen Bücherfans zusammen, darunter sind beispielsweise Vertreter gemeinnütziger Verein, Privatpersonen und auch öffentliche Bibliotheken.

Begründung

Das Projekt offene Bücherschränke stellt in seinem gesamten Konzept eine experimentelle Herausforderung dar. Die Bücher können frei entnommen werden. Eine einzige formulierte Minimalregel sieht lediglich vor, diese nach einer gewissen Zeit zurückzubringen oder gegen ein anderes Buch auszutauschen. Es handelt sich folglich um einen regelrechten Bücher-Transaktionsprozess. Dieses Projekt ermöglicht ein kostenloses Leihen von Büchern und ist gleichzeitig Kunst und Bildung im öffentlichen Raum. Soziale nachbarschaftliche Prozesse können mit offenen Bücherschränken angeregt werden und den jeweiligen Stadtteil dadurch bereichern. In Manheim-Neu beispielsweise kann einer der vielen Nachbarschaftsplätze oder der Marktplatz als Aufstellungsort in Betracht gezogen werden und so ein neues Kleinod der Literatur und der Kommunikationsförderung werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hubert Erkes

F.d.R Tamer Kandemir