FDP beantragt Aufnahme in die Stationsoffensive der Deutschen Bahn für S-Bahn-Haltestelle Kerpen-West/Manheim-neu

01. Dezember 2015, News
Christian Pohlmann

Christian Pohlmann

Bundesweit plant die Deutsche Bahn eine Stationsoffensive. Mit dem Programm sollen neue, verkehrstechnisch sinnvolle und zugleich wirtschaftlich betreibbare Stationen im Netz der Deutschen Bahn entstehen und vor allem in Wohngebieten und Gewerbegebieten oder in der Nähe von Hochschulen, Einkaufszentren, Schwimmbädern oder Krankenhäusern liegen. Bahnsteige direkt neben den Siedlungskernen würden nach Meinung der Deutschen Bahn seit einiger Zeit den Neustart so mancher Station wieder sinnvoll erscheinen lassen, vor allem da mehr Pendler als früher auf die Bahn setzen würden. Dafür hat der Konzern nach eigenen Angaben Tausende potentielle Standorte auf dem Land und in kleinen und mittelgroßen Städten untersucht. Vor diesem Hintergrund beantragt die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Kerpen in der Sitzung des Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr am 01. Dezember 2015 eine mögliche Haltestelle Kerpen-West/Manheim-neu auf der S-Bahn-Strecke Köln-Düren-Aachen zur Prüfung an den Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) zu melden. Ferner wird der NVR damit aufgefordert die Haltestelle an der neuen Siedlung bei Kerpen sowohl in die Maßnahmeliste des NVR zur Meldung für den ÖPN-Bedarfsplan NRW aufzunehmen, als auch der DB Stations&Service AG zur Aufnahme in das Projekt Stationsoffensive vorzuschlagen.

 „Die FDP-Fraktion sieht bereits seit längerem das Projekt einer neuen S-Bahn-Haltestelle nördlich von Manheim-neu bzw. nordwestlich von Kerpen, Langenich und Mödrath als zentrale Infrastrukturmaßnahme, die eine Attraktivitätssteigerung der vorgenannten Stadtteile erreichen kann“, sagt Christian Pohlmann, Vorsitzender der FDP Kerpen. „Bislang ist diese Überlegung wegen der engen Vertaktung der S-Bahn-Linie und der dadurch verursachten Schwierigkeit für die Realisierung eines neuen Haltepunktes nicht weiter verfolgbar gewesen. Überlegungen nach einer S-Bahn-Haltestelle Kerpen in Form eines ‚Kopfbahnhofes‘ sind wegen der negativen Auswirkungen für die Haltestellen in Buir, Merzenich und Düren ebenfalls nicht realisierbar. Nunmehr wurde ein DB-Programm für neue Haltestellen öffentlich bekannt und zudem erscheinen neue Hürden für zwischenzeitlich aufkommende Großprojekte zu entstehen. Aus diesem Grund beantragt die FDP-Fraktion eine Maßnahme „S-Bahn-Haltestelle Kerpen-West/Manheim-neu“.“

Kerpen wächst nach Meinung Pohlmanns in den letzten Jahren stärker und kontinuierlicher als andere Städte im Umland. Diese Steigerung resultiere auf Grund der starken wirtschaftlichen Strukturen und aufnahmefähigen Arbeitsmärkte mit hoher Arbeitskräftenachfrage, die in Kerpen seit Jahren der Fall sei. Auch sei Kerpen sehr attraktiv für junge Familien, die sich in der Kolpingstadt wohlfühlen und deshalb zuziehen und sich hier niederlassen würden. „Die heimische Wirtschaft zieht ebenfalls Menschen nach Kerpen an, und sorgt damit für Bevölkerungswachstum und wirtschaftlichen Wohlstand.“ Auf diesem Fundament könne das Kerpener Stadtentwicklungskonzept nachhaltig weiter entwickelt werden. „Mit Manheim-Neu rücken die verschiedenen Kerpener Stadtteile zusammen und bilden mittelfristig eine Einheit, so dass auch für die Deutsche Bahn eine Haltestelle Kerpen-West/Manheim-neu auf Grund des enormen Fahrgastpotentials attraktiv und von Vorteil sein wird. Deshalb stellen wir den Antrag, nachdrücklich die Realisierung dieses Bahnhaltepunktes in der Stadt Kerpen zu ermöglichen.“ Zudem würde der zweigleisige Ausbau nach Kerpen gefordert und angeregt, eine Überprüfung der bestehenden Schieneninfrastruktur auf freie Kapazitäten hin zu veranlassen. „Unabhängig davon, ob sich eine Haltestelle Kerpen-West/Manheim-neu tatsächlich realisieren lässt und ein konkretes Konzept die politische Mehrheit im Kerpener Stadtrat findet, ist es zur Wahrung der Interessen der Kolpingstadt Kerpen erforderlich, dass sowohl für das DB ‚Projekt Stationsoffensive‘, als auch im ÖPNV Bedarfsplan NRW, eben diese mögliche neue S-Bahn-Haltestelle angemeldet wird.“ so Pohlmann abschließend.