HUBERT ERKES

20. Dezember 2015, Kommentar aus Kerpener Sicht
Hubert Erkes

Hubert Erkes

Es gibt wohl im Rhein-Erft-Kreis nur wenige Politiker, die sich mit einer solch großen Leidenschaft, mit Fleiß und Energie, Verantwortungsbewusstsein und Erfolg dem Gemeinwohl gedient und sich diesem verpflichtet hat. Hubert Erkes hat das kommunalpolitische Geschehen in Kerpen mitgeprägt und mitgestaltet. Er hat mit der FDP auch bei einer im Verhältnis kleineren Partei eine breite Zustimmung in der Bevölkerung erhalten, die Unterstützung war dementsprechend groß. Während langjährige Mitglieder im Rat der Stadt Kerpen zum großen Teil in eine Spirale der Routine abgedriftet waren, hat Hubert Erkes stets den Elan nie verloren, das Interesse, die Neugierde und den unermüdlichen Einsatz, insbesondere den großen Parteien im Streit doch eine Lösung anzubieten und sich in der Mitte zu finden, war seine Spezialität. Er scheute die politische Auseinandersetzung nicht, im Gegenteil. Geliebt musste er nicht werden, aber er wurde respektiert und geachtet. Wenn er redete, hörte man ihm zu, wenn er schwieg, hoffte man auf eine Wortmeldung, die meist zu einem Kompromiss führte.  Vielen sahen ihn im Amt des Bürgermeisters deshalb als ideale Besetzung. Aber der Fokus der Kerpener auf die großen Parteien bietet in Kerpen keine Chance für herausragende Persönlichkeiten in kleineren Parteien.

Er ist ein Liberaler durch und durch, ein Demokrat ohne Ego, was unter manchen Politikern doch oft erkennbar ist. Er hat in den vergangenen Jahren viele in die Partei eintreten und auch wieder gehen sehen. Viele, die nur in der Partei aus Überzeugung passiv Mitglied sein wollten und viele, die aus Überzeugung aktiv mitgestalten wollten. Seine Stärke war, dass er gut zuhören konnte. Auch denen zuhören, die sich neu in der Partei einbringen wollten, vielleicht mit Vorschlägen kamen, die er in all den Jahren sehr oft gehört hatte. Aber er konnte motivieren, niemals demotivieren. Unterstützen, nie behindern. Begeistern, aber nie frustrieren. Beginnen, nie abblocken. Egal, wie kontrovers, wie verrückt auch ein Vorschlag war, er sah zunächst die Chance, nie die Nachteile. Deshalb war Hubert Erkes stets ein Segen für die Partei, für den Vorstand und für die Fraktion. Deshalb sind wir traurig, aber auch glücklich. Glücklich deshalb, weil er loslassen konnte und sich so für mehr Zeit im Familienleben, als Ehemann, Vater und Großvater und sicherlich auch als Rentner im besten Alter entschieden hat. Das ist ihm hoch anzurechnen, denn diese Entscheidung schaffen nicht viele zu treffen. Glücklich sind wir auch deshalb, weil Hubert Erkes der Partei erhalten bleibt und mit seinem Wissen und Sachverstand auch in Zukunft sicherlich zur Seite steht.

Die FDP Fraktion ist personell gut aufgestellt, mit Oliver Niederjohann und Ahmet Ilhan als neues Mitglied im Rat der Stadt Kerpen bereit für weitere erfolgreiche liberale Politik in Kerpen. Sicherlich wird man Hubert Erkes vermissen, man muss sich mit ihm messen lassen. Das ist aber auch gleichzeitig ein Ansporn, der nur gut sein kann für die weitere kommunale FDP-Politik in unserer Kolpingstadt Kerpen.  Die Liberalen in Kerpen nehmen dies zum Anlass, Hubert Erkes zum politischen Ruhestand die besten Wünsche zu übermitteln. Für die Zukunft wünschen wir Hubert und seiner sehr geschätzten lieben Gattin und der gesamten Familie alles erdenklich Gute, vor allem eine stabile Gesundheit, noch viele spannende Erlebnisse und Ereignisse, viele erfüllte und froh machende Jahre sowie Gottes reichen Segen.

Tamer Kandemir

Tamer Kandemir-Fahne