Auslastung Jahnhalle Kerpen und Erfthalle Türnich

01. Juni 2016, Anträge / Anfragen

Auslastung Jahnhalle Kerpen und Erfthalle Türnich

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Spürck,

wir bitten Sie o.g. Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschusses für Sport, Freizeit und Kultur der Kolpingstadt Kerpen zu nehmen und nachfolgenden Antrag zur Abstimmung zu stellen.

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur beauftragt die Verwaltung anhand einer detaillierten Analyse die genaue Auslastung der Jahnhalle und der Erfthalle in den vergangenen 5 Jahren darzulegen. Aus dieser Gegenüberstellung sollen nicht nur die reinen Nettozahlen zur Nutzung hervorgehen, sondern die Art der Veranstaltung sowie ob es sich über eine private, vereins-  bzw. städtische Veranstaltung handelte.

Unabhängig von dieser Analyse wird die Verwaltung weiter beauftragt einen Vergleich sowohl der technischen Ausstattung, als auch der infrastrukturellen Gegebenheiten auszuarbeiten. Ziel soll es sein die Vor-und Nachteile beider Hallen zu formulieren, sowie eine detaillierte Aufstellung der angefallenen statischen Unterhaltungskosten und deren Entwicklung im oben genanntem Zeitraum auszuarbeiten.

Begründung:

Wie aus der Presse zu entnehmen war werden für die Erfthalle keine weiteren Reservierungen mehr angenommen und in weiten Teilen der Bevölkerung spricht man schon jetzt von einer möglichen Schließung der Halle.

 Als Ursache nennt die Verwaltung die schlechte Auslastung von im Durchschnitt ca. 17 Veranstaltungen im Jahr, und der damit im direkten Zusammenhang stehenden Kostenstruktur, bei der die Einnahmen bei weitem nicht die Bewirtschaftungskosten gerechtfertigten.

 Die FDP Kerpen bemängelt diese Vorgehensweise der Verwaltung auf schärfste Weise und fordert eine klare und aussagefähige Analyse aller hallenrelevanten Daten die helfen könnten die Auslastungs- und finanztechnischen Unterschiede beider Hallen zu verstehen und einer vorschnellen Schließung entgegenzuwirken.

 Nur die genaue Analyse aller relevanten Fakten im direktem Vergleich beider Hallen zueinander kann Schwachpunkte und / oder auch sogenanntes Missmanagement aufdecken. So können z.B. vergleichbare Kostenansätze oder Ausstattungsmerkmale bei inkongruenter Nutzung möglicherweise ein Hinweis auf „Fehlbelegungen“ sein, wobei die Fehlbelegung sich auch dahingehend äußern kann das Hallen aufgrund ihrer Größe nicht gebucht werden.

Möglicherweise muss in eine solchen Fall über das grundsätzliche Marketing-Konzept nachgedacht werden und dementsprechend neue Modelle erarbeitet werden. Die Erfthalle ist aufgrund ihrer Lage durchaus prädestiniert Veranstaltungen im größerem Rahmen zu beherbergen. Parkflächen, Erreichbarkeit sowie die Lage außerhalb von Wohngebieten schaffen den idealen Rahmen für Großkonzerte/Partys, Messen und Ausstellungen sowie Antik-Flohmärkte oder aber auch Firmenveranstaltungen, Sportevents oder Hochzeiten.

 In Kombination mit dem vorhandenen, derzeit ruhenden Restaurantbetrieb, wären zusätzliche Synergien denkbar die den Standort noch für viele andere Events interessant machen.

Vor diesem Hintergrund beantragt die FDP-Fraktion zunächst die Fakten-Analyse, um sicherzustellen das sachfundierte Argumente die Basis weiterer Gedankenmodelle bildet.