Zukunft der Erfthalle in Türnich

01. Juni 2016, News

FDP Kerpen fordert mehr Details anstelle vorschneller Entscheidungen

Die FDP-Fraktion Kerpen positioniert sich zur Frage des weiteren Vorgehens zur Erfthalle Türnich und kritisiert das Vorgehen der Verwaltung scharf. Die Freidemokraten fordern eine detaillierte Fakten-Analyse zur Gegenüberstellung der Erfthalle und Jahnhalle, und wollen so sicherstellen das nur sachfundierte Argumente als Basis weiterer Gedankenmodelle und Vorgehensweisen fungieren.

Per Antrag in den Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur beauftragen sie nun die Verwaltung anhand einer detaillierten Analyse die genaue Auslastung der Jahnhalle und der Erfthalle in den vergangenen 5 Jahren darzulegen. Aus dieser Gegenüberstellung sollen nicht nur die reinen Nettozahlen zur Nutzung hervorgehen, sondern die Art der Veranstaltung sowie ob es sich über eine private, vereins- bzw. städtische Veranstaltung handelte. Ebenso fordern sie einen Vergleich zur technischen Ausstattung sowie den infrastrukturellen Gegebenheiten.

„Nur mit allen hallenrelevanten Daten können wir die Auslastungs- und finanztechnischen Unterschiede beider Hallen verstehen und einer möglichen, vorschnellen Schließung entgegenwirken“ so Rüdiger Schmidt, Stv. Vorsitzende des Stadtverbands.„Ziel soll es sein die Vor-und Nachteile beider Hallen zu formulieren, sowie eine detaillierte Aufstellung der angefallenen statischen Unterhaltungskosten und deren Entwicklung der letzten Jahre auszuarbeiten“, so der Fraktionsvorsitzende Oliver Niederjohann . „Nur im direktem Vergleich beider Hallen zueinander lassen sich Schwachpunkte und / oder auch sogenanntes Missmanagement aufdecken. So können z.B. vergleichbare Kostenansätze oder Ausstattungsmerkmale bei inkongruenter Nutzung möglicherweise ein Hinweis auf „Fehlbelegungen“ sein, wobei die Fehlbelegung sich auch dahingehend äußern kann das Hallen aufgrund ihrer Größe nicht gebucht werden. Das muss zunächst geklärt werden“ so Niederjohann weiter.

Die Kerpener Stadt- Verwaltung hatte zunächst keine weiteren Reservierung der Erfhalle mehr entgegengenommen. Als Grund nannte die Verwaltung die schlechte Auslastung von im Durchschnitt ca. 17 Veranstaltungen im Jahr, und der damit im direkten Zusammenhang stehenden Kostenstruktur, bei der die Einnahmen bei weitem nicht die Bewirtschaftungskosten gerechtfertigten.

Die Kerpener FDP positioniert sich nun mit ihrer Forderung und schließt nicht aus, dass nach Auswertung des Zahlenmaterials, möglicherweise das grundsätzliche Marketing Konzept neu bewertet werden muss. Nach Meinung der Freidemokraten ist die Erfthalle aufgrund ihrer Lage durchaus prädestiniert Veranstaltungen im größeren Rahmen zu beherbergen. „Parkflächen, Erreichbarkeit sowie die Lage außerhalb von Wohngebieten schaffen den idealen Rahmen für Großkonzerte/Partys, Messen und Ausstellungen sowie Antik-Flohmärkte oder aber auch Firmenveranstaltungen, Sportevents oder Hochzeiten“ so Niederjohann.