FDP: Spielplätze sollen rauchfreie Zonen werden

02. Juni 2016, News
Oliver

Oliver Niederjohann

Die Kerpener Freidemokraten nehmen sich Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern an, die verärgert sind über Personen, die auf Spielplätzen rauchen und danach die Zigaretten achtlos auf den Boden oder direkt in den Sandkasten entsorgen. Bei den Verursachern handelt es sich um unterschiedlichste Personen, vom Heranwachsenden bis zu Eltern, die mit ihren Kindern den Spielplatz besuchen. Dabei gibt es in Nordrhein-Westfalen seit Mai 2013 nicht nur ein umfassendes Rauchverbot beispielsweise in der Gastronomie. Das Rauchen ist darüber hinaus neben den Schulhöfen oder in Hochschulen insbesondere auch nicht auf Spielplätzen erlaubt. Denn Zigarettenkippen im Sandkasten können lebensbedrohliches Spielzeug sein. Insbesondere für Kleinkinder stellen nach Meinung des Fraktionsvorsitzenden der FDP Kerpen, Oliver Niederjohann, Zigarettenstummel eine große Gesundheitsgefahr dar, wenn sie diese anfassen und gegebenenfalls in den Mund einführen.

„Wir wollen unsere Spielplätze als rauchfreie Zonen“, erklärt Niederjohann den Vorstoß der Partei. „Deshalb setzen wir uns in einem Antrag an die Verwaltung und dem zuständigen Ausschuss für den Schutz von Kindern auf Spielplätzen ein. Der Antrag sieht vor, das Rauchverbot auf Kinderspielplätzen besser zu kontrollieren. Ergänzend sollen auffälligere Schilder aufgestellt werden, die auf den Rauchverbot hinweisen und appellieren, auf Spielplätzen nicht zu rauchen.“ Aus Sicht des liberalen Politikers steht vor diesem Hintergrund insbesondere die Aufklärung an erster Stelle, weshalb man sich auch für Schilder im Format DIN A3 ausspricht, auf denen stehen soll: „Dieser Spielplatz ist rauchfrei! Seien Sie Vorbild. Kinder haben ein Recht auf gesunde Spielräume.“

„Nach der Untersuchung des deutschen Krebsforschungszentrums haben solche Schilder in anderen Städten deutlich dazu beigetragen, dass auf den Spielplätzen weniger geraucht wird. „Wir sind uns sicher, die meisten Raucher auf Kinderspielplätzen mit Hinweisschildern zu erreichen und bewegen zu können, dort nicht zu rauchen. Für die hartnäckigen Fälle braucht man aber leider die Bußgelddrohung. Denn die Gesundheit der Kleinsten in unserer Gesellschaft hat für uns einfach Vorrang.“ so Niederjohann.