Stadtverordnete Dr. Askim Müller-Bozkurt tritt in die FDP und in die Fraktion ein

01. August 2016, News
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Oliver Niederjohann, Dr.Askim Müller-Bozkurt, Ahmet Ilhan (v.l.)

Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin Dr. Askim Müller-Bozkurt trat im Dezember 2014 aus der SPD aus und führte fortan ihre politische Arbeit als fraktionslose Stadtverordnete im Rat der Stadt Kerpen weiter. Damals begründete Sie ihren Schritt mit dem fehlenden Rückhalt aus ihrer ehemaligen Partei. Insbesondere ihre Bemühungen in der Integrationsarbeit stießen nach ihrer Meinung auf wenig Interesse bei den Sozialdemokraten. „Mit dem Thema Integration hat die SPD wirklich nichts am Hut“, so Dr. Askim Müller-Bozkurt damals.

Schon kurz nach ihrem Austritt aus der SPD meldete sich der damalige Fraktionsvorsitzende der FDP Fraktion Kerpen, Hubert Erkes. „Wer es mit der Integrationsarbeit wirklich ernst meint, ist bei der FDP herzlich willkommen. Wir laden Frau Dr. Müller-Bozkurt ein, bei uns mitzumachen!“

Gut zwei Jahre später nun der Beitritt in die FDP, und als stimmberechtigtes Ratsmitglied nun auch Mitglied der liberalen Fraktion im Rat der Stadt Kerpen.

„Ich habe mich entschlossen in die FDP einzutreten, da ich auf kommunaler Ebene die Integrationsarbeit wie auch die Mitglieder der FDP sehr schätze. Die FDP ist immer noch “das Zünglein an der Waage”, wenn es um die Bestimmung der politischen Richtung geht.“ so Müller-Bozkurt. „Ich hoffe, dass ich auf kommunalpolitischer Ebene auch bei der Erhöhung der Lebensqualität von leistungsorientierten Menschen meinen Beitrag leisten kann. Leistung muss belohnt werden und das gilt für alle Bevölkerungsgruppen. Hierbei spielt gerade die Wirtschaft eine große Rolle auch bei der Integration von Zielgruppen wie Menschen mit Migrationshintergrund sowie auch von Flüchtlingen.“, so Müller-Bozkurt weiter und führt als Beispiele ISEK Maastrichter Straße als auch den S-Bahn Anschluss und die Erhöhung der Busfrequenz zwischen Horrem und Mödrath an.

Dr. Askim Müller-Bozkurt, geboren 1966 in Kayseri/Türkei, studierte und lebte bis zum Jahre 2000 in Stuttgart bevor ihr Wirken sich nach Kerpen verlagerte.  Das sie schon früh für Chancengleichheit kämpfte zeigen zum Beispiel Vorträge und Diskussionsabende im Preussen-Musseum NRW- Frauenzimmer I – 2010.

In „Ein Leben mit zwei Identitäten“ erläuterte sie ihre Erfahrungen mit Blick auf politische, gesellschaftliche und soziale Hintergründe von Frauen in unserer Gesellschaft und zeigte hier ihren eigenen individuellen Weg auf damit Frauen in Zukunft erfolgreicher leben und arbeiten können. So schuf sie eine interkulturelle Beschreibung, wie man mit mehreren Identitäten noch ein Humanist bleiben kann bzw. wie der Humanismus sogar die Grundidentität bildet.

„Integration hat gerade in unserer heutigen Zeit eine besondere Stellung in der politischen Landschaft. Frau Dr. Müller-Bozkurt als engagierte, mit breitgefächerter Erfahrung und gemeingesellschaftlichen Gedanken arbeitende Frau, trägt nicht nur zur innergesellschaftlichen Verständigung bei, sondern kann auch gerade zu den anstehenden neuen und aktuellen Themen wie unsere Forderung zum Neubau des Europa Gymnasiums oder auch eines Studenten-Wohnheims in Horrem wichtige Aspekte einbringen“, so Christian Pohlmann, Vorsitzender des Stadtverbandes.

Als „nachvollziehbare und gute Entscheidung“ bezeichnet Oliver Niederjohann den Beitritt Müller-Bozkurt in die FDP. „Es wird nicht nur die Integrationsarbeit, sondern auch die liberalen Kräfte im Rat und in Kerpen insgesamt stärken“ so Niederjohann weiter.