Pohlmann: „Grüne stellen Insekten vor Radfahrern und Klimaschutz“

10. August 2016, News
Christian Pohlmann

Christian Pohlmann

FDP Kerpen kritisiert Haltung der Grünen zur Radwegesanierung im Parrig

Bereits in den diesjährigen Haushaltsberatungen forderten die Kerpener Freidemokraten den mangelhaften Zustand der Fahrradstrecke und des Gehweges „Zum Parrig“ umgehend zu verbessern. Dies sollte auch ein Zeichen des Umsetzungswillens für das nun fortzuschreibende Radverkehrskonzept sein.

Die Koalition aus CDU, FDP, BBK/Piraten beschloss dementsprechend den Weg neu zu asphaltieren. Die Umwandlung in einen wassergebundenen Forstweg, wie es Grüne und SPD forderten, wurde abgelehnt.

Großes Kopfschütteln bei den Liberalen dann nach dem Beschluss zur Asphaltierung über die Argumentation der GRÜNEN Ratsfraktion.

Von „schwarzem Band“ das den Parrig durchziehe, bis über Kleinlebewesen im Wald die kaum eine Chance hätten diese „Grenze“ lebend zu überqueren reichte die phasenweise polemische Argumentation der GRÜNEN Ratsfraktion. Als dann noch Peter Kunze (GRÜNE), Vorsitzender des Umweltausschusses, den Bürgermeister zur Beanstandung des Beschlusses aufforderte und dies  damit begründete, dass „sich Kerpen im Haushaltssicherungskonzept befindet [und] auf eine Förderung in Höhe von 70 % der Kosten zu verzichten […] für denkende Menschen nicht nachvollziehbar“ sei, reagierte, Christian Pohlmann, Vorsitzender der FDP Kerpen mit deutlichen Worten: „Den Radfahrern und ökologisch sowie zukunftsorientierten Menschen anzulasten sie seien nicht mitdenkend ist schon an sich eine unverfrorene Provokation, die die politische und gesellschaftliche Toleranz der GRÜNEN hier in Kerpen aufzeigt. Auch das Argument der finanziellen Förderung bei Herstellung einer wassergebundenen Oberfläche lassen wir Liberale nicht einfach so stehen. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad- Club e.V.), unter anderem gestützt vom Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, hat festgestellt, dass die mittleren jährlichen Reparaturkosten einer wassergebundenen Decke mehr als das 10-fache einer Asphaltdecke betragen, wogegen die Asphaltdecke bei Herstellung nur das zweifache kostet. Entweder interpretieren die GRÜNEN die Zahlen bewusst falsch, weil Ihnen Insekten wichtiger sind als Radfahrer oder sie können schlicht nicht rechnen.“ so Pohlmann. „Nur weil vermeintlich grüne Bürokraten mit Fördermitteln winken, nehmen seriöse Politiker nicht gleich das zehnfache an Unterhaltungskosten auf Kosten der Steuerzahler auf.“ so Pohlmann weiter.

Rüdiger Schmidt, Pressesprecher der FDP Kerpen ergänzt die sachlichen Hintergründe: „Die Studie aus Mecklenburg führt weiter an, dass aufgrund der starken Verdichtung von wassergebunden Decken das Regenwasser fast komplett seitlich abläuft, und insofern sich kaum von Asphaltdecken unterscheide. Auch hier wieder ein Detail das die GRÜNEN offensichtlich übersehen haben. Da die Wege im Parrig nicht an die Kanalisation angeschlossen sind kann das Wasser sauber versickern und steht der Grundwasserneubildung wieder zur Verfügung. Immer wieder gilt es einen Mittelweg aus ökologischer und wirtschaftlicher Betrachtung zu finden. Gerade hier, beim Wegenetz im Parrig, ist dies wieder besonders zu betrachten gewesen. Grüne Argumente konnten entzerrt und nach genauer Analyse und ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Thema sogar wiederlegt werden.“

Die FDP betont auch die zukunftsweisende Entscheidung der Kerpener Koalition: „Mit der zu erwartenden steigenden Anzahl von Elektrofahrrädern wird sich die durchschnittliche Geschwindigkeit des Radverkehrs erhöhen. Dafür sind wassergebundene Radwege nicht geeignet. Das Fahrräder immer mehr, gerade von jungen Menschen, als Alternative zum Auto auf dem Weg zur Arbeitsstädte oder auch zur Freizeit genutzt werden muss ebenso berücksichtigt werden. Dass man über matschige Forstwege zur Arbeit fährt, können sich eben nur grüne Ratsmitglieder leisten, aber nicht die normalen Arbeitnehmer.“ so Pohlmann abschließend.