FDP kritisiert eklatante Zustände im Glasfasernetz der UNITYMEDIA im Umsiedlungsstandort Manheim-neu

19. September 2016, News
Rüdiger-Schmidt

Rüdiger Schmidt

Die Zahl der Hilfseinsätze im Glasfasernetz steigt rapide an, und dennoch wird von Internet und Telefonausfällen von bis zu 4 Wochen berichtet.

Immer häufiger klagen Bewohner des Umsiedlungsortes Manheim-neu über Ausfälle der Internetverbindung oder des Telefons. Von mehreren Wochen ohne Erreichbarkeit berichten Betroffene. Die Hilfe des zuständigen Unternehmens Unitymedia beschränkt sich auf das Support-Center und tröstenden Worten der nach mehreren Wochen beauftragten Techniker eines weiteren Dienstleisters. Deren Einsätze liegen laut FDP-Information derweil bei rund 40 innerhalb einer Woche.

 „Ich weiß nicht was hier schief läuft, aber die Ungereimtheiten die sich im Ganzen durch die Kommunikation mit dem Support-Center von Unitymedia und den Technikern vor Ort ergeben deuten auf schwere Missstände innerhalb der von einer RWE-Tochter installierten Infrastruktur:“, so; Rüdiger Schmidt, stellvertretender Vorsitzende der Freidemokraten.

Nach Informationen der Freien Demokraten soll die Hauptursache in einem von RWE installiertem Verteilerschrank des Glasfasernetzes liegen. „Von Mutterzelle ist da immer die Rede und von irgendwelchen Spitzen. Am Ende ist es egal, das Telefon geht nicht, und Bürger die zum Beispiel aus beruflichen Gründen auf das Internet angewiesen sind können ihrer beruflichen Verpflichtung nicht nachkommen – von den finanziellen Verlusten die so erlitten werden, ganz abgesehen.“ so Schmidt weiter.

Schon mehrfach hat die FDP auf Missstände aufmerksam gemacht. Eine Verringerung der Störungen ist bedauerlicherweise nicht zu erkennen.“, so Schmidt.

„Es kann nicht sein das hier Verantwortlichkeiten verschoben werden und klare Hilfe und Abstellmaßnahmen im betroffenen Stadtteil ausbleibt. Wer auch immer sich hier als Verantwortlicher zeigt, ob RWE und seine Töchter oder Unitymedia, alle haben sich zusammenzusetzen, eine Lösung zu erarbeiten und umzusetzen. Und das muss schnell geschehen.“, ergänzt Oliver Niederjohann, Fraktionschef der Liberalen.

Die Infrastruktur des Glasfasernetzes wurde am Umsiedlungsort von RWE wie im Umsiedlungsvertrag zwischen RWE Power und der Stadt Kerpen vereinbart, aufgebaut. Als gemeinsames Projekt mit Unitymedia erfolgte dann der Anschluss der Wohneinheiten auf Wunsch des Umsiedlers, dem neben dieser Versorgung nur der Anschluss der Telekom für Internet und Telefon als Alternative geboten wurde. Fremdanbietern wie zum Beispiel NetCologne war der Weg versperrt.

Der Stadtverband Kerpen fordert nun die Stadt Kerpen auf die nötigen Gremien an einen Tisch zu bringen und diese verheerenden Umstände zu korrigieren und für eine stabile Kommunikationsstruktur einzutreten. „Hier ist die Stadt Kerpen gefordert an RWE heranzutreten und im Interesse alle Umsiedler, gemeinsam mit Unitymedia, die strukturellen Defizite zu korrigieren und abzustellen.“, so Schmidt abschließend.