Antrag: Konzeption betreuter Spielplatz für Kerpen

28. September 2016, Anträge / Anfragen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die FDP Kerpen sieht in der Kinder- und Familienfreundlichkeit einen zentralen Faktor für die weitere Entwicklung in der Kolpingstadt. Familien brauchen heute Rahmenbedingungen, die nicht nur eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern. Ferner soll es daneben auch die Möglichkeit geben, in einer kinder- und familienfreundlichen Stadt Familie und das Einkaufen miteinander zu vereinen. Sogenannte „Betreute Spielplätze“ sind eine Möglichkeit, diese Vereinbarkeit umzusetzen.

Betreute Spielplätze gibt es in vielen kleineren wie größeren Städten. Sie werden in der Regel sehr erfolgreich angenommen. Dabei sind Standorte in der Nähe von Einkaufszentren gefragt. Insbesondere für Eltern, die Zeit brauchen, Dinge zu erledigen, ist der ,,Betreute Spielplatz” meist die richtige  Anlaufstelle. Eltern können damit ihre Kinder unter Aufsicht spielen lassen, während sie zum Beispiel einkaufen. Der Nachwuchs kann mit Gleichaltrigen spielen und sich in der Zwischenzeit austoben. Das alles würde unter der Obhut von Betreuerinnen und Betreuern erfolgen, die Erfahrung mit Kleinkindern haben. Der betreute Spielplatz wird ebenfalls von Besuchern aus anderen Stadtteilen und Umland als willkommene Dienstleistung angenommen und Kerpen wird als Einkaufsstandort damit attraktiver. Die FDP sieht den idealen potentiellen Standort für einen ,,Betreuten Spielplatz” in Kerpen auf dem wohl freien Grundstück zwischen dem Kaufland, der Bäckerei Voigt und dem SB-Pavillon der Kreissparkasse Köln im Erft-Karree. Auch die bevorstehende Umgestaltung der Hahnenpassage bietet die Möglichkeit eine Möglichkeit eines betreuten Spielplatzes in die Planungen aufzunehmen.

Die Umsetzung würde durch freien Trägern oder Vereine, die sich auf diesem Gebiet spezialisiert haben, erfolgen. Durch regelmäßige Spenden der umliegenden Geschäfte, die von der Dienstleistung ebenfalls profitieren, und in Zusammenarbeit mit der AGK kann eine dementsprechende Spielmöglichkeit umgesetzt und betrieben werden. Alternativ ist auch eine Spielbetreuung nach Porta- oder Ikea-System möglich, wobei ein ausreichender Raumbedarf zur Verfügung gestellt werden muss und die Kosten jeweils anteilig von allen getragen wird.

Die FDP bittet vor diesem Hintergrund die Verwaltung um Beantwortung und Umsetzung folgender Punkte im nächsten Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr:

  •  Die Verwaltung wird gebeten,  ein Konzept zu erarbeiten und einen umfassenden Beteiligungsprozess zu initiieren. Dabei sollen die Einkaufsgeschäfte im Erft-Karree und in der Kerpener City in die Planungen und Umsetzung eines betreuten Spielplatzes mit einbezogen werden. Mit innovativen Ideen sollen Alternativen und Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt und zu einem Konzeptentwurf mit einem konkreten Zeitplan zusammengefasst werden.
  • Die Verwaltung wird gebeten,  mit dem Investor des Erft-Karree die Möglichkeiten für eine Errichtung eines Betreuten Spielplatzes zu besprechen und die Fraktionen zu informieren. Gleichzeitig soll ein Konzept für eine Einrichtung eines Betreuten Spielplatzes in der umzugestaltenden Hahnenpassage in Betracht gezogen und realistische Umsetzung mit möglichen Alternativen vorgestellt werden.
  • Weiterhin wird die Verwaltung gebeten, zu prüfen, welche geeignete Aufstellflächen zur Verfügung gestellt werden können.
  • Der Betreute Spielplatz soll von den Unternehmen, Betrieben und Geschäften finanziert und unterstützt werden. Als Träger soll die Stadt Kerpen fungieren. Vor diesem Hintergrund erbitten wir die Verwaltung, den Ausschuss Möglichkeiten und Alternativen aufzuzeigen, um die bestmögliche rechtliche Grundlage und mögliche Rechtsform zu schaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Niederjohann               F.d.R. Tamer Kandemir

Fraktionsvorsitzender             Fraktionsgeschäftsführer