Betreute Spielplätze in Kerpen

15. August 2017, News

 

rauchenKerpener Liberale fordern die Stadt Kerpen erneut auf, neue Spielplatz-Konzepte nicht nur zur Kostensenkung zu überdenken und zu entwickeln, sondern auch im Zeichen der Zeit die Familienfreundlichkeit zu fördern. Betreute Spielplätze, Spielplatzpatenschaften und Spielplatzkommissionen sollen als weites Zeichen zur Attraktivitätssteigerung im Ballungsgebiet beitragen.

81 Kinderspielplätze, 16 bespielbare Schulhöfe, mehrere Skate- und Streetball-Anlagen sowie Bolzplätze, Hamsterräder, Seilbahnen, Rutschen, hohe Schaukeln, sowie wackelige Seilkombinationen und verschiedenartigste Drehgeräte laden Kinder und Jugendliche in der Kolpingstadt zum Toben ein.

81 Spielplätze, aber kaum einer, der auch an die Eltern denkt, wenn diese auf der Suche nach einem neuen Fernseher, einer Waschmaschine oder dem neuen Wohnzimmer sind. Was große Shopping-Center schon lange vorleben, den entspannten Einkauf ohne Stress und Unruhe durch die nörgelnden Kleinen, das bietet Kerpen noch nicht. Das Erft Karee, als eines der großen zusammenhängenden Einkaufspassagen, würde sich nicht nur anbieten, sondern mehr als prädestiniert sein, einen betreuten Spielplatz zum entspanntem Shoppen zu unterhalten.

„Wir haben schon mehrfach die Einrichtung eines betreuten Spielplatzes, zum Beispiel im Erft Karee, als Anregung in den Ausschuss gebracht. Bedauerlicherweise wurde im Jugendhilfeausschuss im Herbst 2016 und dann durch den Bürgermeister im März 2017 mit dem Verweis auf die Kosten und dem Desinteresse des Center Management diese Idee letztendlich von Seiten der Verwaltung verworfen. Wir halten daran fest, auch im Interesse der Bürger Kerpens. Wir wünschen uns Zeichen, wünschen uns Willen und Mut den Menschen etwas mehr zu geben als nur Parkraum und Geschäftsfläche. Ein erster Schritt wäre, dem Pulheimer Modell von Spielplatzpatenschaften zu folgen“ so Oliver Niederjohann, Fraktionsvorsitzender der Kerpener Liberalen.

In Pulheim melden Spielplatzpaten Defekte, Mängel oder Verschmutzungen an Spielgeräten dem Spielplatztelefon der Stadt, damit diese umgehend repariert oder behoben werden können. Jeder „Pate“ bestimmt den Umfang des persönlichen Engagements selbst. Von „Kontrollbesuchen“ bis zur Funktion als „Ansprechpartner für Kinder und Eltern“ reicht das Spektrum der ehrenamtlichen Aktivitäten. Dank dieser Ehrenämter werden so früher defekte Spielgeräte oder unsachgemäß abgeladener Unrat entdeckt, als die im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen der Spielplätze durch die Verwaltung möglich ist.

„Das Pulheimer Model, bei dem rund 70 von über 80 Spielplätzen ehrenamtlich durch Private oder Vereine betreut werden, macht Mut. Sie sind nicht nur eine wichtige Informationsquelle für die Stadt, sondern tragen eben auch zur Steigerung der Akzeptanz von öffentlichen Spielräumen von Kindern bei. Gerade in wirtschaftlich hoch frequentierten Bereichen wie dem Erft Karee würden wir uns ein solches Modell auch für Kerpen wünschen und neben diesen Patenschaften eben auch die Unterstützung der anrainenden Gewerbebetriebe.“ so Rüdiger Schmidt, Pressesprecher und stellvertretender Vorsitzende der Liberalen in Kerpen.

„Wir sehen uns nach wie vor mit der der Aufgabe zur Einrichtung eines betreuten Spielplatzes im Erft Karee verbunden. Die Kostenersparnis der Patenschaften und Ehrenämter für die Stadt kann Räume schaffen ein solches Konzept hier umzusetzen und trägt damit mittelbar nicht nur zur Attraktivitätssteigerung, sondern eben auch zum Wohle der Geschäftsleute bei. Zufriedene Eltern und glückliche Kinder sind das was wir uns wünschen. Auch hier einfach nur ein wenig German Mut“ ist Ahmet Ilhan, Ratsmitglied der Liberalen, sicher.