Einrichtung eines öffentlich zugänglichen Kühlschranks

12. November 2017, Anträge / Anfragen

Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Krüll,

zur Sitzung des nächsten Sozialausschusses der Kolpingstadt Kerpen beantragen wir, oben genannten Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen und stellen hierzu nachfolgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung.

Beschlussentwurf:

Die Verwaltung wird beauftragt, zur nächsten Sitzung des Rates der Kolpingstadt Kerpen zu prüfen, ob und wo ein öffentlich zugänglicher Schrank sowie Kühlschrank im Stadtgebiet aufgestellt werden kann, der von den Bürgern im Sinne der Förderung des Bewusstseins für Nachhaltigkeit im Umgang mit Nahrungsmitteln ähnlich dem Grundgedanken von „Fairteilern“ genutzt werden kann.

Begründung:

Ein Fairteiler ist ein Schrank oder Kühlschrank an einem öffentlich zugänglichen Ort, in den BürgerInnen einerseits überschüssige Lebensmittel legen, die noch verwendbar sind oder aus dem sie Lebensmittel entnehmen, die andere verschenkt haben. Ausgenommen sind schnell verderbliche Produkte wie rohes Hackfleisch oder Gerichte aus rohen Eiern.

Mittlerweile gibt es Fairteiler im gesamten Bundesgebiet, so auch in Hürth, Erftstadt, oder Köln, woran sich etwa 2300 Betriebe (Bäckereien etc.) beteiligen und worüber sich über 13 000 Menschen bundesweit vernetzen.

Zur Aufstellung eines Fairteilers sollte nicht nur die Örtlichkeit genauer bestimmt werden, sondern auch die Bevölkerung informiert werden, welche kostenlos abgegebenen Lebensmittel wie lange in den Kühlschrank hineingestellt werden können.

Es sollten Absprachen zwischen der Stadt sowie den engagierten Bürgern getroffen werden, um den ordentlichen Umgang hinsichtlich der Nutzung des öffentlichen Kühlschranks zu gewährleisten (beispielsweise einmal die Woche von verdorbenen Waren zu leeren und die Schränke auszuwischen). Hier sollten Paten und Kooperationspartner gesucht werden, die diese Aufgaben übernehmen, wobei sich Bundesweit verschiedene Möglichkeiten durchgesetzt haben. Im Allgemeinen engagieren sich Privatpersonen oder Betriebe für die Fairteiler, aber auch eine Kooperation mit den Tafeln wäre zu prüfen.

Mit der Aufstellung eines ersten öffentlich zugänglichen Kühlschranks in der Kolpingstadt Kerpen würde ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung und für den Einsatz des Gedankens für Nachhaltigkeit und Soziales gesetzt werden.

Fairteiler 275x200