FDP kritisiert Abbruchtermin für Geisterhäuser an der Maastrichter Straße

12. Dezember 2017, News

Ausgesprochen zäh entwickelt sich nach Meinung der Kerpener FDP-Faktion der geplante Abriss des maroden Hochhauses an der Maastrichter Straße. Denn nach derzeitigem Stand rechnet die Stadt damit, dass die Abbrucharbeiten spätestens im September 2018 beginnen. Dabei sollte das Hochhaus noch in diesem Jahr abgerissen werden. Dafür hat das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen bereits im April 2017 die finanzielle Unterstützung in Höhe von 2,23 Mio. € zugesagt. Mit einer Anfrage in der Sitzung des Stadtrates am 19. Dezember sollen nun die konkreten Gründe für die Verzögerung beantwortet werden.

„Wir unterstützen die Planungen im Rahmen des ISEK und stehen auch für eine attraktive Stadtentwicklung, besonders in diesem Viertel. Der Abriss des Gebäudes ist aber die Grundlage für weitere Planungen in diesem Umfeld“, sagt Dr. Askim Bozkurt, integrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. „Da jedoch von Anfang an bekannt gewesen ist, dass eine Sprengung des maroden Hochhauses nicht in Frage kommen kann und Stockwerk für Stockwerk abgebrochen werden muss, sind die zeitliche Verzögerung und die Änderung des Zeitplanes völlig unverständlich.“ Den Förderbescheid hat die Stadt Kerpen vermutlich erst im September erhalten, aber mit einer Beantragung eines sogenannten „vorzeitigen Maßnahmenbeginns“ hätte nach Meinung Bozkurts der Abriss auch schon vor Erhalt des Zuwendungsbescheides begonnen werden können.

Auch Ahmet Ilhan, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion, wirft der Stadt Versäumnisse vor. „Hier hat man doch auf Grund von Änderungen in der Priorisierung viel verpasst, insbesondere Zeit. Wie ist es ansonsten zu erklären, dass die Aufträge für die Planung der Abbrucharbeiten so spät herausgegangen sind?“ Bozkurt und Ilhan sind sich dabei einig, dass den Menschen in der Maastrichter Straße der Anblick auf diese Bruchbude nicht mehr länger zugemutet werden kann. „Das ist nicht mehr zu erklären und unzumutbar. Der aktuelle Sachstand soll daher nicht wie angekündigt in einer Bürgerinformationsveranstaltung im Sommer mitgeteilt werden, sondern zeitnah, möglichst Anfang nächsten Jahres.“ so Ilhan.