„La Musica“ enttäuscht mit Spar- und Reformwillen

25. April 2018, News

 

Oliver Niederjohann: Kinder sollen gezielt gefördert werden

 MusikschuleLaMusica 275x200Die FDP Kerpen bekennt sich ausdrücklich zu der musikalischen Förderung von Kindern und Jugendlichen und verfolgt das Ziel, ein hochwertiges musikalisches Angebot in Kerpen zu erhalten und weiter auszubauen. Fraglich ist aber, ob eine Form der institutionellen Subventionierung volkswirtschaftlich effizient ist. Denn aktuell fließen Mittel ausschließlich in die Jugendmusikschule „La Musica“, einem Zweckverband, dem auch die Kolpingstadt Kerpen angehört.

„Pro Schüler bedeutet dies einen jährlichen Aufwand von über 400 €, der von unserer Stadt zu leisten ist. Trotzdem müssen die Eltern zusätzlich einen hohen Eigenanteil zahlen“ sagt Oliver Niederjohann, Fraktionsvorsitzender der Kerpener FDP-Fraktion. „Dagegen hat Kerpen vier private Musikschulen, die keine Förderung erhalten, aber ohne Subventionen oft günstiger und zuverlässiger sind. Klar ist: Das Geld aus städtischen Kassen unterstützt weniger die jungen Musiker, sondern fördert eher die Ineffizienz einer Institution.“  Etwaige Einsparungen sollen stattdessen in eine gezielte Förderung der Kinder statt in eine ineffiziente Verwaltung gehen.

„Öffentliche wie auch private Anbieter müssen die Möglichkeit haben, um die Nachfrage zu konkurrieren.“  Niederjohann hofft, dass der aktuelle Wechsel an der Spitze der Musikschule mit Volker Mießeler als neuem Verbandsvorsitzenden dazu genutzt wird, um mit neuen Konzepten auch die wirtschaftliche Situation der Musikschule zu verbessern und nachhaltig zur Existenzsicherung dieses Angebotes beizutragen. Sollte das nicht gelingen, sei ein Austritt der Kolpingstadt Kerpen aus dem Zweckverband erneut zu prüfen. „Wir wollen nicht an der Kultur sparen“, so Niederjohann. „Aber wir möchten lieber Kinder als Bürokratie finanzieren.“