Konzept Freizeitangebote für Jugendliche und junge Erwachsende

15. Januar 2019, Anträge / Anfragen

Sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Lamberts,

die FDP-Fraktion beantragt zur Sitzung des kommenden Jugendhilfsausschusses, o.g. Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen und stellt hierzu nachfolgenden Antrag zur Abstimmung.

Beschlussentwurf:

Die Verwaltung wird beauftragt, ein innovatives, modernes und an Zusammenarbeit orientiertes Freizeitkonzept zum Ausbau der Freizeitangebote in Kerpen zu erstellen. Dafür soll ein Arbeitskreis oder eine Bürgerwerkstatt gebildet werden, um eine konstruktive Arbeit am Freizeitkonzept durch das Zusammenwirken aller Beteiligten, insbesondere durch Einbeziehung der Jugendlichen, Heranwachsenden, jungen Erwachsenen und Jugendvertreter der Stadt Kerpen, zu erreichen.

Neben der Bestandsaufnahme soll festgestellt werden, für welche Freizeitaktivitäten darüber hinaus eine Nachfrage besteht, welche insgesamt die Bedürfnisse der heutigen Generationen verfehlen, oder welche Angebote optimiert werden können.

Begründung:

Jugendliche in Kerpen wünschen sich mehr kostenlose und -günstige Freizeitangebote in allen Kerpenern Stadtteilen. Zwar hat die Stadt das Glück, zahlreiche Vereine und Verbände, die offene Kinder- und Jugendarbeit, die Kirche, die offene Ganztagsschule und viele andere zu haben, die zu einem bunten Freizeitleben aller Freizeitgruppen maßgeblich beitragen. Freizeitangebote in der Altersklasse Ü13 werden jedoch als unzureichend erachtet, weil sie das veränderte Freizeitverhalten der Jugendlichen dieser Altersklasse nicht berücksichtigen.

Spätestens mit Eintritt in die Pubertät spielen die Juzen und Spielmobile meistens keine wesentliche Rolle mehr. Stattdessen braucht Kerpen spezifische Angebote nicht nur für Kinder, sondern insbesondere solche, die sich zielgerichtet an Jugendliche und junge Erwachsende richten. Denn Fakt ist, dass immer mehr Jugendliche ihre Freizeit auf der Straße und in Parks verbringen und mit ihrer Zeit immer weniger anzufangen wissen.

Mit dem Wachstum der Stadt ist auch mit veränderten Bedarfen zu rechnen. Angesichts des demografischen Wandels besteht die Gefahr, dass Jugendliche und junge Erwachsene unzureichend wahrgenommen werden und es schwer haben, ihre Interessen in die Gesellschaft einzubringen. Durch eine konstruktive Arbeit am Freizeitkonzept durch das Zusammenwirken aller Beteiligten, kann auch eine entsprechende Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeit für Jugendliche sichergestellt werden, die mehr über Sorgen und Nöte, wie auch InteresJugendaktivitätensen ihrer Altersklassen wissen.