FDP: Initiative zur besseren Vernetzung Kerpens durch Busverkehr

29. Januar 2019, News

ÖPNV im Rahmen des Strukturwandels stärken

Die Stadt besser vernetzen und so fit machen für die Zukunft. Die Liberalen in Kerpen starten eine Initiative für eine bessere Mobilität in der Kolpingstadt durch den öffentlichen Personennahverkehr. So sollen unzureichend abgedeckte Gebiete besser in das ÖPNV-Netz eingebunden und die Erreichbarkeit von Wohn- und Gewerbegebieten im gesamten Stadtgebiet optimiert werden. Für diese Maßnahmen sollen im Doppelhaushalt 2019/2020 insgesamt 150.000 EUR eingestellt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die FDP Kerpen im Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr am 29. Januar 2019 eingebracht.

„Es besteht beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs Handlungsbedarf, zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln.“ sagt Hubert Müller, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Kerpen. „Unser Ziel ist es, durch ein dichtes, kundenorientiertes Mobilitätssystem auf die Herausforderungen des Strukturwandels zu reagieren. Das gesamte Kerpener Stadtgebiet soll dabei über Verknüpfungspunkte mit den Hauptverkehrslinien parallel zur Erftachse vernetzt werden.“ So soll zum einen zunächst der Fokus auf einer Optimierung und Neugestaltung der Anbindung des westlichen Kerpener Stadtgebiets mit Blatzheim/Bergerhausen, Buir, Manheim-neu und Geilrath/Dorsfeld liegen. Aber das Konzept soll auch die ÖPNV-Anbindung des westlichen Kerpener Stadtgebiets an den projektierten S-Bahnhaltepunkt Geilrath, für den sich die FDP schon seit Jahren auf Stadt- und Kreisebene engagiert und dessen Realisierung mit der Aufführung als Projekt der Strukturentwicklung im Bericht der Kohlekommission sehr konkret geworden ist, beinhalten.

Des Weiteren wird konkret die Einrichtung einer Ringbuslinie zur besseren Erschließung von Kerpen-Nordwest mit den Bereichen Kerpener Industriegebiet/Boelckekaserne, den neuen Wohngebieten an der oberen Stiftsstrasse und dem Quartier Nordring/Maastrichter Strasse gefordert. In diesem Bereich besteht durch eine Reihe von bereits angelaufenen oder projektierten Neubau- und Infrastrukturprojekten dringender Handlungsbedarf. „Diese Ringbuslinie sehen wir als Pilotprojekt für ein System sich überlappender und tangierender Ringbuskurse, die zukünftig Kerpen in der Fläche vernetzen werden“, so Müller. Für die Umsetzung der Projekte soll die Verwaltung gemeinsam mit der REVG ein detailliertes Konzept erstellen und die Kosten ermitteln.

Die Initiative zielt darauf ab, auf Basis des grundlegend neuen Szenarios zu planen, das sich für Kerpen aus den Ergebnissen der sogenannten Kohlekommission ergibt. Förderprogramme, die im Rahmen des Strukturwandels für zukunftsorientierte Mobilitätsprojekte im Rheinischen Revier zur Verfügung stehen werden, sollen so genutzt werden. Die Stadt Kerpen soll sich daher für diese Zukunftsprojekte beim Wettbewerb um Fördermittel gut positionieren, um diese im Rahmen des Strukturwandels in Anspruch nehmen zu können. „So kann die Belastung für den Haushalt der Kommune minimiert werden“, ergänzt Oliver Niederjohann, Fraktionsvorsitzender der FDP Kerpen.