Integration der neuen Europaschule in das ÖPNV Netz / Duale Nutzung von Beförderungskapazitäten und Infrastruktur

12. März 2019, Anträge / Anfragen

Sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender Ripp,

die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen beantragt, zur kommenden Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr o. g. Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen und folgenden Beschlussentwurf zur Abstimmung zu stellen:

Beschlussentwurf:

Der Ausschuss beschließt, dass im Rahmen der Planungen für den Neubau der Europaschule der Fokus auf einer bestmöglichen Verknüpfung von Schülerbeförderung und regulären Buslinienverkehren liegen soll.

Eine unter ökologischen und ökonomischen Aspekten optimale Auslastung der Beförderungskapazitäten durch Nutzung aller möglichen Synergien zwischen Schülerbeförderung und regulären Buslinienverkehren ist anzustreben. Stationäre Infrastruktur (Haltestellen) soll für eine duale Nutzung geplant werden.

Ausschließlich auf die Schülerbeförderung ausgerichtete Insellösungen sollen vermieden werden.

Die Verwaltung wird beauftragt, das Beförderungs- und Mobilitätskonzept für die neue Europaschule in ein Gesamtkonzept für die bessere Erschließung Kerpens durch den ÖPNV einzubetten und dabei folgende Aspekte zu prüfen:

  • mögliche Synergien zwischen Schülerverkehrslinien und permanenten Linienverkehren
  • duale Nutzung der Haltestelleninfrastruktur durch den Schulbusverkehr zur Europaschule und den normalen Linienverkehr
  • Nutzung als Verknüpfungs- und Umsteigepunkt zwischen einer Ringbuslinie Kerpen und bestehenden Linien auf der Achse Kerpen – Sindorf (Linien 911, 920, 922)
  • Auswirkungen einer Änderung der Linienführung der Linien 911,920, 922 ab Sindorfer Straße über Philipp-Schneider-Straße – Lothringer Straße – Auf dem Bürrig zur Anbindung eines ÖPNV Umsteige- und Verknüpfungspunkts im Bereich Europaschule

Begründung:

blauer Gelenkbus 275x200Das Konzept der Schülerbeförderung zur neuen Europaschule muss von Anfang an in ein übergeordnetes Mobilitätskonzept für Kerpen eingebunden werden. Ziel muss es sein, maximale Synergien zwischen Schülerbeförderung und regulären Buslinienverkehr durch gemeinsame Nutzung der Kapazitäten zu schaffen. Die optimale ÖPNV Abdeckung der benachbarten Wohnquartiere, vor allem des voraussichtlich am alten Standort der Europaschule entstehenden Neubaugebiets und des angrenzenden Kerpener Industriegebiets muss berücksichtigt werden.