FDP: Endlich Konzept für Jugendparlament

02. Dezember 2019, News

Niederjohann_Oliver_top-quer 275x200Noch gibt es keins, aber Kerpen soll eins bekommen: ein Jugendparlament. Jedenfalls wenn es nach der FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt geht, auf deren Initiative 2017 insgesamt 5000 Euro für die Einrichtung im Haushalt eingestellt wurde. Zuletzt hatte es wieder im Jugendhilfeausschuss eine Diskussion um ein Jugendparlament gegeben, was bei den Liberalen für Kritik sorgt. Denn neu ist sie im Rückblick nicht, die Idee, jungen Menschen in einem Gremium Sitz und Stimme zu geben. Bereits seit 2006 dreht sich der Jugendhilfeausschuss nach Meinung der FDP dauerhaft im Kreis, ohne dass die Verwaltung bisher ein konkretes Konzept vorgelegt hat. Jetzt sollen die letzten Fragezeichen konstruktiv gelöst und die Richtlinien ausgearbeitet werden, um so das Projekt endlich zeitnah umzusetzen.

„Es ist ein großer Fehler, das Thema unter ferner liefen auf die lange Bank zu schieben“, sagt Oliver Niederjohann, Vorsitzender der FDP-Fraktion. „Kerpen braucht ein Jugendparlament, weil es in der Stadt eine Lücke bei der politischen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gibt.“ Deshalb sollen sie bereits frühzeitig in die politische Entscheidungsprozesse herangeführt und das Interesse an demokratischen Prozessen geweckt und gefördert werden. „Wenn wir die Wünsche, Ideen, aber auch Kritik von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen erstnehmen und sie in die Gestaltung des Stadtlebens mit einbeziehen möchten, muss die Verwaltung endlich Ergebnisse auf den Tisch legen. Die Mühlen mahlen viel zu langsam.“

Das Jugendparlament ist ein kommunalpolitisches Gremium und vertritt die Meinungen und Interessen aller Kinder und Jugendlichen gegenüber der Stadt und deren Vertreterinnen und Vertreter. Dieses ist in der Regel in allen Sitzungen des Stadtrats und dessen Ausschüssen vertreten und macht dort von seiner Rede,-Anhörungs- und Antragsrecht Gebrauch. „Wir erhoffen uns ein nun zeitnahes Konzept mit Richtlinien zur Einrichtung eines Kinder- und Jugendparlaments, das bald in einer entsprechenden Beschlussvorlage mündet, über die endlich abgestimmt werden kann“, so Niederjohann.