FDP-Fraktion

30. März 2020, News, Teaser

Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in Kerpen muss Priorität haben

Oliver Niederjohann

Oliver Niederjohann

Mit einem Antrag zur Ratssitzung am 31.03.2020 stellt sich die FDP-Fraktion gegen Pläne, ein laufendes Bebauungsplanverfahren zur Entwicklung von Gewerbeflächen für das Gebiet Kerpen-Sindorf – westliche Hüttenstrasse kurzfristig zu stoppen und diese Flächen für Wohnbau zu nutzen.

„Es geht vor allem um den Bereich westlich der Glasfabrik bis zur Kreisstrasse K39“, erläutert Oliver Niederjohann, Fraktionsvorsitzender der FDP.  Der Rat der Kolpingstadt hatte 2018 ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet, um für diesen Bereich die Gewerbeentwicklung und –ansiedlung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die benachbarten Wohngebiete zu regeln. Dort haben bereits zwei etablierte Kerpener Unternehmen ihren Standort. Ein mittelständisches Unternehmen aus der Region hat Flächen erworben und beabsichtigt, seinen Firmensitz nach Kerpen zu verlegen. „Ein Antrag der CDU-Fraktion hat nun das Ziel, dieses Bebauungsplanverfahren zu stoppen. Stattdessen soll ein neues Bebauungsplanverfahren eingeleitet werden mit dem Ziel, das Areal vor allem als Wohngebiet zu entwickeln.“ Angesichts des bevorstehenden Strukturwandels und der tiefen wirtschaftlichen Verwerfungen, die durch die Corona-Krise verursacht werden, müsse aber die Sicherung und Neuschaffung von Arbeitsplätzen für Kerpen höchste Priorität haben.

Mit einem derartigen Beschluss würde Kerpen in dieser Situation bedenkliche Signale aussenden: Zwei langjährig in Kerpen ansässigen Unternehmen wird signalisiert, dass sie hier langfristig keine Zukunft haben. „Ein hochinteressantes Unternehmen, das nach Kerpen umsiedeln will, wird abgewiesen.“ Weiter bemängelt Niederjohann, dass die Beschlussvorlage der Verwaltung vor allem die stadtplanerischen Aspekte darstellt, nicht jedoch die wirtschaftlichen Auswirkungen für Kerpen. „Eine Ad-hoc Entscheidung in dieser Situation wäre für Kerpen schädlich. Wir wollen vor einer Entscheidung eine umfassende, ganzheitliche Bewertung der Optionen. Die Effekte für die Wirtschaftsentwicklung und Arbeitsplätze müssen detailliert aufgezeigt werden“, so Niederjohann abschließend.