14. April 2020, News, Teaser

Niederjohann_Oliver_top-quer 275x200Während der Deutsche Olympische Sportbund den E-Sport als reine Unterhaltung herabwürdigt und nicht als Sportart anerkennen möchte, zieht das sogenannte kompetitive Spielen immer mehr Menschen an. Es ist längst keine Nischenunterhaltung für Nerds mehr, sondern ein Massenphänomen, bei dem es bereits Überlegungen gibt, dieses sogar bei Olympia zu integrieren. Die Entwicklung des E-Sport ist nicht mehr aufzuhalten, davon ist die auch die FDP Kerpen überzeugt. Sie möchte deshalb, dass E-Sport auch hierzulande endlich als gemeinnützige Sportart anerkannt wird.

„In Ländern wie Südkorea, Schweden oder Großbritannien wird E-Sport längst staatlich gefördert“, meint Oliver Niederjohann, Vorsitzender der Kerpener FDP-Fraktion. „In anderen Regionen wie den USA ist er sogar mittlerweile anerkannter Schul- und Universitätssport.“ E-Sport-Events würden in ihrer Größe sogar ganze Stadien füllen. „Diese neue Art des Sports ist bereits in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Diese Zeichen der Zeit muss auch der Deutsche Olympische Sportbund endlich ernsthaft wahrnehmen und sie als offizielle Sportart anerkennen.“ Das hätte dann auch zur Konsequenz, dass das professionelle Gaming steuerlich gefördert und Ehrenämter anerkannt werden.

Gerade in dieser Corona-Krise habe sich nach Meinung Niederjohanns auch gezeigt, dass der E-Sport gegenüber dem traditionellem Sport den entscheidenden Vorteil hat, das Vereinsleben auch virtuell gestalten, wie auch Trainings online anbieten zu können „ und auch einfach, diese Gemeinschaft, diese soziale Nähe, virtuell im Online-Bereich stattfinden zu lassen.“ Während die meisten Sportarten weltweit wegen das Coronavirus pausieren müssen, könne so der E-Sport fortgesetzt werden. „Ähnlich wie im Schach ist bei E-Sport Aufmerksamkeit, Konzentration, Durchhaltevermögen und langes Training, wie auch Reaktionsfähigkeit sowie Taktik und Strategie gefragt. Deshalb ist E-Sport ganz klar eine Sportart“, so Niederjohann.